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Antikörperbindung: Was entsteht?
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Joerg Moeller:
Niiiie und nimmer! ;D

Auf Intensivstationen ist es nicht selten, dass Insulin i.v. über Perfusor gegeben wird. Bei U100 liegt es zu 75% als Hexamer vor. Wenn Insulin-Hexamere einen Infarkt auslösen könnten würde man das nicht tun.

Und dann wären die Gefäße auch schon sowas von dicht, dass ein tiefes Einatmen für einen Verschluss reichen dürfte.

Viele Grüße,
Jörg
Llarian:

--- Zitat von: Joerg Moeller am Juni 26, 2014, 12:39 ---Niiiie und nimmer! ;D

Auf Intensivstationen ist es nicht selten, dass Insulin i.v. über Perfusor gegeben wird. Bei U100 liegt es zu 75% als Hexamer vor. Wenn Insulin-Hexamere einen Infarkt auslösen könnten würde man das nicht tun.

Und dann wären die Gefäße auch schon sowas von dicht, dass ein tiefes Einatmen für einen Verschluss reichen dürfte.

--- Ende Zitat ---

Nicht die Hexamere, sondern die Insulin - InsulinAntikörper-Gebilde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Antik%C3%B6rper#Antigen_.E2.80.93_Antik.C3.B6rper_.E2.80.93_Bindung:
<--Antikörper binden mit ihrer A(ntigen)B(indungs)-Region „ihr“ Epitop relativ spezifisch, analog dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Es passiert jedoch nicht selten, dass, metaphorisch gesprochen, ein zweiter oder dritter Schlüssel existiert, der in das Antikörper-„Schloss“ passt, aufgrund der (zufällig) ähnlichen oder identischen Konfiguration des Epitops. Mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit kann das auch eine körpereigene Struktur sein. Auf diesem Phänomen beruht ein Ansatz zur Erklärung von Autoimmunerkrankungen.

Die Bindung zwischen Epitop und Immunglobulin ist nicht-kovalent und unterliegt dem Massenwirkungsgesetz. Eine effektive Agglutination, das heißt eine Verklumpung durch Ausbildung großer Komplexe, ist daher nur bei etwa gleicher Anzahl von Epitopen und Bindungsstellen möglich. Bei großen Abweichungen nach oben oder unten bleiben die Komplexe in Lösung; trotzdem tritt meist eine Neutralisation der Wirkung der Antigene ein.
-->

vG
Anja
Joerg Moeller:
Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, daß der Komplex groß genug für eine einem Thrombus vergleichbare Größe erreichen kann. Ich kann auch nicht das Gegenteil beweisen, aber überleg mal bitte, wieviele Moleküle da eingebunden sein müssten. Stell dir doch einfach mal vor, daß ein Volumen von einem Milliliter locker 1000 IE enthalten kann. Als U500 gibt es das ja sogar für Patienten und für Forschungszwecke gibt es auch höhere Konzentrationen. Und dieser eine ml besteht noch zu einem Großteil aus Lösungsmittel.

Viele Grüße,
Jörg
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