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Antikörper gegen Insulin - besser weg von Insulin-Analoga?
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Frau_Holle:
Gestern Abend genoß ich als Bettlektüre den neuen Insuliner. Mit Entsetzen las ich die Portraits von Diabetikern mit Antikörperproblemen gegen Insulin. Nach dem Lesen des Artikels "Ernste Nebenwirkung der (schnellen) Insulin-Analoga?" stellte ich mir die Frage, ob ich nicht lieber wieder Insuman-Infusat in meiner Pumpe hätte anstelle von NovoRapid.

Der Wechsel von Insuman Infusat zu NovoRapid erfolgte vor drei Jahren, weil meine (neue) Diabetesberaterin davon ausging, dass meine Einstellung unter NovoRapid besser werden würde, als unter Insuman Infusat. Damals lag aber auch mein Handling des DM im Argen. Heute gehe ich davon aus, dass meine BZ-Werte auch unter Insuman Infusat wieder besser geworden wären, einfach weil ich wieder anfing, regelmäßig zu messen, kontrolliert zu essen und Buch zu führen und auch die Ergebnisse auszuwerten und die Therapie anzupassen.

Kann ich zurück zum Insuman Infusat wechseln oder gibt es da Krankenkassenvorschriften, die das nicht zulassen? Ich bin AOK-versichert.

Mein Tagesverbrauch an NovoRapid liegt derzeit bei durchschnittlich 28 Insulineinheiten.

d1werner:
Ich bin bereits Im letzten Oktober  von Novorapid zu insuman gewechselt (Grund: merklich erhöhter Antikörperspiegel, )) . Bis auf den längeren DEA (45 Minuten) war das problemlos. Die basalrate muss nicht geändert werden, nur wie gesagt der geänderte DEA muss beachtet werden.

Seitens der KK sollte es kein Problem geben, schon allein weil Insuman auch (etwas) günstiger ist.

Habe jetzt auf jeden Fall ein besseres Gefühl und bereue den Schritt nicht. Ich würde es dir ebenfalls empfehlen.
Frau_Holle:
Ich werde beim nächsten Quartalstermin meinem Arzt den Wechselwunsch erklären und bitten, mir wieder Insuman Infusat zu verschreiben.
Eine Antikörperbestimmung werde ich bei meiner Hausärztin erfragen. Dank des Artikels von Teupe kann ich ihr ja zeigen, dass das Arztbudget damit nicht belastet wird. 
d1werner:
Ich war im vergangenen Jahr Teil der untersuchten Gruppe und es war erschreckend zu sehen, wie stark gerade die Antikörper bei Analog-Insulin behandelten Pumpenträgern angestiegen sind. Natürlich ist die Stichprobe (ca. 300) noch immer relativ klein, aber schon  das potentielle Risiko hat vielen von uns sehr viel zum Nachdenken gebracht.

Besonders auffällig fand ich damals, dass die Gruppe derjenigen, die niemals Analog-Insuline verwendet hat (gibt es tatsächlich noch !) nur sehr wenige Antikörper besassen.

Man muss nicht in Panik verfallen, aber jeder von uns wird  sich dieser Entscheidung stellen müssen. Es ist beschämend, daß die offiziellen wissenschaftlichen Organe das Thema anscheinend ablehnen. Aber die Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen Industrie-Drittmitteln für die wissenschaftlichen Institute spielen hier sicherlich auch eine Rolle.

Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Rechtsanwälte jetzt schon "ihre Messer wetzen", denn hier geht es natürlich auch um viel viel Geld...
moewe:
Hallo, ich hatte auch dieses Schockmoment, als ich gestern den neuen Insuliner gelesen habe.

Allerdings habe ich mich erinnert, daß ich damals.... vor 40 Jahren.... von Rinderinsulin auf Schweineinsulin, später auf speziell gereinigtes und noch später auf Humaninsulin gewechselt bin wegen Insulinantikörpern. Ob die das damals schon messen konnten, weiß ich gar nicht. Auf jeden Fall ließ die Wirkung des jeweiligen Insulins nach und das veranlaßte die Ärzte zum Agieren.

Genau darum weiß ich auch nicht, ob es heutzutage schlimmer ist als früher.... Aber wenn ich da ebenso die Insulinmengen pro Tag lese und daß da teilweise i.v. gespritzt wird, dann weiß ich nicht, ob ich wirklich betroffen sein kann, mit meinen schon seit vielen Jahren konstanten Tagesmengen an Insulin. Ich hab mir halt angewöhnt, pro Mahlzeit nicht mehr als höchstens 14 Einheiten Insulin verbrauchen zu dürfen....
Habe ich das richtig verstanden, daß das vermehrte Auftreten von Antikörpern irgendwie synchron zur gespritzten Menge ist? Antikörper gegen Insulin allgemein oder gegen ein spezielles? Ich meine auch mal gelesen zu haben, daß Diabetiker (Typ 1) Inselzell-und Insulinantikörper haben.... und das lange bevor Analoga überhaupt existierten...
Auf jeden Fall werde ich in der nächsten Sprechstunde meinen Arzt danach fragen.

Vielleicht laß ich mich auch mal testen....

Gruß
Ulrike
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