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Autor Thema: 20. Dezember 2013  (Gelesen 1687 mal)

Offline vreni

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20. Dezember 2013
« am: Dezember 20, 2013, 00:04 »
Der zwölfte Engel

Wie immer im Dezember herrschte in der Stadt Hochbetrieb. Die Weihnachtsvorbereitungen waren in vollem Gang. Der Lastwagenfahrer Lips musste im grössten Warenhaus eine seltsame Fracht abliefern. Schwer war die Ladung nicht. Trotzdem hat sie den ganzen Lastwagen ausgefüllt. Zwölf riesengrosse Engel für die Weihnachtsdekoration aus Karton und Goldfolie musste er transportieren. Es war schon dunkel und kurz vor Ladenschluss.
Auf der Rampe beim Lieferanteneingang stand der Geschäftsleiter bereit. Er schaute auf die Uhr und war sichtlich nervös. Er liess den Lastwagenfahrer kaum aussteigen, verlangte sofort den Frachtbrief. Und begann eifrig die Ware zu kontrollieren. "Ja Halt", sagte er plötzlich. "Da stimmt doch etwas nicht." Und er begann noch einmal von vorn mit Zählen. Aber er ist wieder nur auf elf gekommen. "Wo bleibt denn da der zwölfte Engel?" fragte er den Lastwagenfahrer in vorwurfsvollem Ton. "Da fehlt doch einer."
Lips hat auch noch einmal nachgezählt. Und dann mit der Achsel gezuckt. "Keine Ahnung. Als ich ging, waren es noch zwölf. Aber ich mochte die Engel nicht anbinden wie eine Schar Sträflinge. Es muss einer verloren gegangen sein." Der Geschäftsleiter rannte wie gestochen durch das Warenhaus und holte den Chefdekorateur. Als dieser sah, dass der grösste, wichtigste und schönste Engel fehlte, redete er von einer Katastrophe. Und drohte Lips mit der Kündigung. Es könne ihm die Stelle kosten, wenn dieser Engel nicht mehr zum Vorschein käme, sagte er.
Dem Lastwagenfahrer war es peinlich. Aber er konnte sich nichts anderes vorstellen, als dass dieser Engel halt irgendwo auf der Autobahn liegt. Der Geschäftsleiter alarmierte sofort die Polizei. Und man kann sich die Gesichter der beiden Polizisten im Streifenwagen vorstellen, als sie über Funk die Meldung vernahmen: "Achtung, Achtung, auf dem Autobahnabschnitt 394 wird ein Engel vermisst, circa ein Meter neunzig gross. Die beiden schauten einander an, als ob sie nicht richtig gehört hätten. "Wie bitte? Ein Engel auf der Autobahn? Da erlaubt sich wohl jemand einen schlechten Scherz." Es war schon ein ziemlich ungewöhnlicher Auftrag für die beiden alten Hasen im Polizeidienst, auf der Autobahn nach einem verlorenen Engel zu suchen.
Unterdessen herrschte dort dichter Abendverkehr. Auch der Parfumhändler Schröder befand sich auf der Heimfahrt. Er hatte im Autoradio eben eine rassige Musik eingeschaltet und freute sich auf den Feierabend. Da plötzlich tauchte im Scheinwerferlicht ein seltsames Gebilde auf. Es sah aus wie ein riesiger Nachtfalter. Schröder stand sofort auf die Bremse. Sein Wagen schleuderte, glitt nach rechts ab. Und fast gleichzeitig gab es einen harten Knall. Schröder schlug mit dem Kopf ans Steuerrad. Auf dem Pannenstreifen kam das Auto endlich zum Stillstand. Der Parfumhändler zitterte vor Schreck. Und als er aussteigen wollte, glitt er aus. Glatteis! Der Boden war wie Glas anzufassen. Schröder ist vorsichtig aufgestanden und suchte hinter dem Auto nach dem sonderbaren Gegenstand. Er fühlte sich wie Karton an, der mit einer dünnen Eisschicht überzogen war. Er hat das Ding abgetastet und aufgehoben. Es war verhältnismässig leicht. Und er zog es nach vorn ans Licht. Das ist ja ein Engel mit gebrochenem Flügel. Schröder, der noch den ganzen Schreck in den Knochen hatte, richtete den Engel auf und bog ihn zurecht, so gut es ging. Das wird ihm niemand glauben, dachte er, dass er auf der Autobahn mit einem Engel zusammengestossen ist. Dann hatte er den besten Einfall seines Lebens. Er beschloss, dem Engel einen besonderen Auftrag zu geben. Er holte aus dem Warensortiment einen Lippenstift und schrieb mit grossen Buchstaben auf das weisse Gewand des Engels: Achtung Glatteis! Er schob ihn an den Strassenrand, so dass man ihn mit seinen ausgebreiteten Flügeln gut sehen konnte. Dann stieg er wieder ein und fuhr weiter. 
Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Der verlorene, zwölfte Engel hat natürlich grosses Aufsehen erregt. Am nächsten Morgen war er in der Zeitung abgebildet. Daneben stand, dass nicht weniger als neun Autofahrer ausgestiegen sind und dem Engel 'Dankeschön' aufs Kleid geschrieben haben. Die beiden Streifenpolizisten liessen nämlich den Schutzengel für jene Nacht am Autobahnrand stehen.
Danach liess die Geschäftsleitung des Warenhauses den verlorenen Engel mit der ganzen Bemalung ausstellen. "Das ist eine gute Reklame", meinte der Dekorateur. Und alle redeten von Glück im Unglück. Der Lastwagenchauffeur Lips konnte seine Stelle behalten. Man bot ihm sogar eine Flasche Wein an für seinen unfreiwilligen Beitrag an die Weihnachtsdekoration. Aber er lehnte dankend 
ab. Es gefiel ihm nämlich nicht, dass man aus dem unverhofften Schutzengel ein Geschäft machte.
Geschichte nach .

unbekannt


Offline Kla_Ki

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Re: 20. Dezember 2013
« Antwort #1 am: Dezember 20, 2013, 07:35 »

Lg   
Klaus     

Ich war gestern bei DiaDoc hab meinen Diabetes zurückgegeben, war gar kein Problem. Muss ich mich jetzt hier abmelden?

Offline Hexe

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Re: 20. Dezember 2013
« Antwort #2 am: Dezember 20, 2013, 20:35 »
Hallo

:)

Liebe Grüsse Vera
Typ2  zur Zeit Toujeo, Jardiance, Novorapid