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Pumpe fördert Insulin bei Druckschwankungen?

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Adrian:
Meine Überlegungen dazu:

1. Normalerweise herrscht im Flugzeug ein Druck deutlich über dem, der draußen ist. Klar, er wird abgesenkt, damit die Differenz nach draußen nicht zu hoch für die Hülle ist. Aber draußen ist ja auch kein Vakuum. Auch wenn draußen der Druck bei 1/4 dessen der Erdoberfläche ist, drinnen ist er vielleicht bei 3/4 dessen.

2. Dehnt sich Flüssigkeit ja nicht so sehr aus. Lese ich mir Wikipedia durch (http://de.wikipedia.org/wiki/Kompressionsmodul#Wasser), erhöht sich die Dichte um 6%, wenn ich den Druck ver-1200-fache. Der Druck bei Reiselufthöhe ohne Druckkabine zum Druck unten hat einen Faktor 4. Wenn ich das mit den Werten abschätze, sollte selbst bei Druckverlust in der Kabine und vollem Reservoir (300IE) nur unter 0,06 Einheiten abgegeben werden. Bei normalen Reisen ohne "Hilfe, Sauerstoffmasken fallen runter" 0.02IE.
Luft dehnt sich stärker aus. -> gut entlüften ;)

3. Wenn der Katheter im Bauch steckt, erhöht/erniedrigt sich der Druck im Bauch ja auch. (Nein, das ist nicht der Grund, warum der nach dem Urlaub größer aussieht ;)).


42. Ich bin viel geflogen und habe bisher nichts bemerkt. Das ständige Sitzen über 10+ Stunden wirkt sich da bei mir stärker auf den BZ aus.

lg
Adrian

Adrian:

--- Zitat von: Trüffel am Oktober 01, 2013, 10:14 ---Als das Flugzeug abhob, entleerte sich die ganze Ampulle.....

Keine Angst,  :zwinker:dieses Pumpenmodell gibt es inzwischen nicht mehr.  :zwinker:

--- Ende Zitat ---

Gleich die ganze, nicht gleich noch mehr?

Da muss dann aber die Pumpe gesponnen haben und aktiv alles gepumpt haben. Das hätte dann aber auch beim Joggen passieren können, wenn man die Sensoren so schnell durcheinander bringen kann. Und auch die Programmierung muss fehlerhaft gewesen sein.

lg
Adrian

Floh:

--- Zitat von: Adrian am Oktober 01, 2013, 10:26 ---(Nein, das ist nicht der Grund, warum der nach dem Urlaub größer aussieht ;)).

--- Ende Zitat ---

Mist! Und ich dachte ich hätte eine Erklärung :)

Sind doch alles erfreuliche Nachrichten. Ich konnte die "Physik" nicht glauben, es gibt keine echte Bestätigung von "da ist ein Problem". Und die Erklärung reicht hier nicht nur mir nicht aus.

Ich werde vielleicht (wenn ich Zeit habe) das nächste Mal ein bisschen mitmessen. Die paar Teststreifen hin oder her sind in der Probephase ziemlich egal.

vehikelneuling:
Hallo,

ich muss schon schmunzeln, was da in dem verlinkten Bericht für Murks zelebriert wird.
Man darf ganz beruhigt ins Flugzeug steigen, es ist physikalisch unmöglich, dass es zu dem Phenomen einer Insulinabgabe aufgrund des Druckunterschiedes entsteht.
Ich weiß nicht, ob ich das vorrechnen soll, aber die Schreiber haben wesentliche physikalische Grundlagen in den falschen Zusammenhang gesetzt.
Es ist richtig, dass der Luftdruck in der Höhe nachlässt, dass ab ca. 9.000m sich ein Vakuum definiert (= >300mbar).
Es ist richtig, dass in der Druckkammer Flugzeug der Luftdruck stark sinkt, aber das hat maximal auf das persönliche Befinden einfluss, nicht auf die Pumpe.
Der Druckkörper des Flugzeugs vergrößert sich in der Höhe, aber nur marginal.
In der Pumpe wird der Druck rein mechanisch aufgebaut, sodass der Umgebungs-Luftdruck nur eine untergeordnete Größe darstellt.
Sicherlich dehnt sich der Katheterschlauch und das Reservoir unter dem gesunkenen Umgebungsdruck nach außen, vergrößert sich der Raum in Kathether und Reservoir folglich.
Das führt aber maximal zu dem umgekehrten Phenomen, denn Flüssigkeiten halten ihr Volumen nahezu bei Druckunterschieden.
Das bewegliche Teil des Reservoirs, der Stempel, ist aber über die Mechanik gesperrt, sodass nur die starren Kunststoffwände durch den gefallenen Umgebungsdruck (gefallen um 266 Hektopascal, hPa) beeinflusst werden.
Sorry, aber die Wände des Katheters und des Reservoirs sind im Verhältnis so massiv dimensioniert, da wird sich kaum eine nennenswerte Menge ergeben (= eine-zu-vernachlässigende-Größe).
Das bedeutet aber auch, dass wenn der Katherterschlauch sich ausdehnt, sich ein Unterdruck aufbaut im Katheter, sodass maximal Körperffüssigkeit angesaugt wird, nicht umgekehrt!
Allein die uralt Größendarstellung "Millimeter-an-der-Quecksilbersäule" sollte aufmerken machen, es ist in einem Fachbericht zwingend, dass die Größe fachlich richtig benannt ist, die Mediziner leben scheinbar noch in der Steinzeit.
Also keine Sorge, alles Gut!

vehikelneuling:
Nachtrag:
266 hPa = 266 mbar

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