Autor Thema: Diabetes und Kraftsport?  (Gelesen 37263 mal)

Offline Joerg Moeller

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #20 am: August 13, 2013, 11:13 »
Warum Rehasport, wenn anderer viel mehr Spaß macht, mehr bzgl. Kreislauf bringt und man somit länger bei der Stange bleibt?

Weil sich Sport an der Leistungsfähigkeit orientieren sollte?

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Klimbim2012

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #21 am: August 13, 2013, 23:31 »
Rehasport finde ich langweilig.

Nein, im Ernst, ich finde ihn gut, wenn man z.B. Rückenprobleme hat.
Die meisten beim Rehasport kennen sich wohl nicht mit Diabetes aus und sind eher Animateure ala "Schau mal wie toll Nordic Wocking ist". Gut ist es halt, wenn wer da ist, der zur Not weiß was zu tun ist; in der Zeit in der man seinen "neuen" Körper noch nicht kennt.
In einem guten Fitnessstudio macht das aber auch gern der Trainer. Beim Mannschaftssport meist gern ein Teamkollege.

Warum Rehasport, wenn anderer viel mehr Spaß macht, mehr bzgl. Kreislauf bringt und man somit länger bei der Stange bleibt?

.... ich bin ja durch den Rehasport - zum Sport gekommen, - und ja, es waren auch die Rückenschmerzen, - mag sein das ich Glück habe mit dem Verein, wo ich Rehasport mache, - wo leider die Interessanten Rehakurse ( Herz-, Lunge- oder Diabetessport ) vormittags angeboten werden, oder früh nachmittags, wo ich leider noch arbeite! Vereine die Rehasport anbieten müssen entsprechende Nachweise erbringen, bzw. die Trainer entsprechende Zusatzausbildung.... haben, - bei der Herz - und Diabetesgruppe muss ein Arzt vor Ort sein! Vor Beginn eines Kurses, wird entsprechende Untersuchung durchgeführt, - und entsprechende Kurs empfohlen, und so auch bei mir, ein entsprechender Trainingsplan
ausgearbeitet .... - das war sogar vor Feststellung der Diabetes! Mit Umstellung des Trainingsplan´s, wurde auch entsprechend die Diabetes berücksichtigt! Auch an den Geräten, wenn ich mein Trainingsprogramm mache, steht mir jeder Zeit ein Trainer zur Verfügung, der sehr gerne mir Fragen beantwortet .... mag sein, das dieses nicht mit größeren
Fitnissstudios zu vergleichen ist, .... ich habe mir mehrere angeschaut, wo man mit Geld alles kaufen kann, jedoch
Beratung oft im Hintergrund steht!

Ich denke, und so habe ich es auch erlebt, - ich musste mir mehrere Studio´s bzw. Vereine anschauen, vergleichen und überhaupt sehen, was geboten wird! Und selbst die Rückenschule oder Beine, Po und Bauch - Gruppen, müssen wie gesagt von Qualifizierten Trainern geleitet werden, .... und ich glaube gerade bei Diabetes mit seinen unangenehmen Dingen, z. B. sich mehr zu Bewegen, - wenn man das nicht kennt oder macht, - finde dort im Rehasport Gruppen,
wo sich in diesem Fall Bewegen auch Spaß macht, weil man mit anderen Menschen zusammen kommt, und Spaß hat!
Und mir geht es so, ich lache dabei, es bringt Spaß, und keiner guckt dumm oder lacht mich aus, weil ich unsportlich bin,
und nicht lange auf einem Bein stehen kann .... etc....!
Oder an den Geräten, - wo ich Muskelaufbau betreibe, - aber nicht stöhnen muss, als ob ich einen LKW hebe, - nein es geht da nicht um das Gewicht selbst, sondern die Wiederholung einzelner Bewegungsabläufe und Stärkung der Muskeln, bzw. überhaupt Aufbau dieser!

Das wollte ich einfach mal los werden, - es ist nicht nur ein Laufen an Stöckern, - ich finde es schon sehr Anspruchsvoll für mich, - und das wichtigste ist für mich auch, das es mir und meinem Körper und Seele gut tut!
Gruss KB

Feststellung: 2005 Hämochromatose ( Eisenspeicherkrankheit ), 09/2012 Diabetes 1, 2, oder 3 ... ob es stimmt oder nicht, das sagt Euch das Licht.
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Offline ralfulrich

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #22 am: August 14, 2013, 09:54 »

Das wollte ich einfach mal los werden, - es ist nicht nur ein Laufen an Stöckern, - ich finde es schon sehr Anspruchsvoll für mich, - und das wichtigste ist für mich auch, das es mir und meinem Körper und Seele gut tut!

Und das ist das Wichtigste, es muss Spaß machen und man muss sich hinterher wohlfühlen, egal welcher Sport gemacht wird!

Schaut euch z.B. den Matthias Steiner an. Der hat es trotz DM zum Weltmeister geschafft :super::
http://www.matthiassteiner.com/

Grüße
Ralf
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Offline Ylvi

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #23 am: August 14, 2013, 12:34 »
Das stimmt, es ist bewundernswert! Aber man sollte bei jeder Sportart darauf achten, dass sie zu der eigenen körperlichen Verfassung und Kondition passt. Matthias Steiner hatte auch klein angefangen:

http://www.fitness-und-gesundheit.de/bericht_fitnesstraining-fuer-diabetiker-teil-3-aus-sicht-des-diabetikers-9075.html
http://www.gesundheit-aktuell.de/artikel/diabetes-ist-orientierungslauf-durch-den-koerper-interview-mit-matthias-steiner.html


Natürlich sollte man mit Spaß bei der Sache sein. Ohne Spaß wäre die Motivation zum Sport kaum da. Wenn man das Richtige für sich findet, ist das doch ein Gewinn.

Schöne Grüße,
Ylvi
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Offline Klimbim2012

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #24 am: August 14, 2013, 18:53 »
Hallo Andy,

um von Rehasport wieder zurück zu Dir zu finden:

Wie geht es Dir und Deinem Sport, wolltest Du nicht mal erläutern?
Ich meine natürlich auch, wie bei Dir sich der BZ verhält etc .... ?

Gruß

Wolfgang
Gruss KB

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Offline rantanplan091077

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #25 am: August 16, 2013, 08:37 »
Hi Klimbim und alle anderen fleißigen Schreiber! :-)

Also mein Wert war Montag vorm Sport 179, hatte ca. eine Stunde vorher einen Eiweißshake genommen (setzt meine Ärztin mit 2 BE an) und einen Corny Free Müsli-Riegel zuckerarm (1 BE), aber nicht gespritzt. Nach dem Sport war er dann bei 181, ca. 1 Stunde nur Geräte und Freihantel gemacht (8 Übungen à 3-4 Satz) mit hohen Gewichten. Wenn ich noch einen anschließenden Ausdauerpart mit 30 Minuten laufen dranhänge gehe ich so mit um die 100-120, und früher mal gemessen auch gerne mal 90 aus dem Studio.

Zum Thema REHA-Sport: ich hatte mal eine letztes Jahr, es war eine willkommene Abwechslung (Nordic, Schwimmen etc.) aber ich bin doch mehr der Kraftsport - Typ...brauch einfach meine Hantel  ;D

Gestern dann die Info von der Ärztin, dass ein nächtliches Basal dazukommt, da ich morgens immer so mit um die 200-220 in den Tag gehe. Angefangen wird mit 6 IE bis maximal erstmal 12 IE vorm schlafengehen.

Nochwas anderes aus aktuellem Anlass, man sollte auf garkeinen Fall telefonieren, während man sich misst und spritzt (vorsicht Ironie). So geschehen gestern Abend, anstatt 12 IE (5 BE mit Faktor 2 + 2 IE Korrektur) dann versehentlich 24 reingejagt und um halb elf gewundert, warum die Uhr 59 anzeigt...darauf folgten dann 5 Corny-Müsliriegel, 1 Glas Cola und auch nochmal der Griff zum Nutella-Glas  :moser: :-\ Satter Anfängerfehler also. Ich hoffe das passiert mir nicht nochmal. Hab die halbe Nacht nicht geschlafen...

So, grad mal das Aviva Accu-Chek Mobile bestellt, das Video sag ganz interessant aus. Hab auch schon den Bericht hier im Forum dazu gelesen, bin gespannt  :burger:

Die Seele schlägt noch manchmal Purzelbäume, in einem Moment hat man die Kraft, es zu akzeptieren und damit umzugehen. Dann gibts wieder die Momente a la "und das jetzt mein ganzes Leben lang :'("

Gott gib mir die Kraft, die Dinge...

Ihr wisst schon!

Ich wünsche Euch erstmal ein schönes Wochenende... :banane:


Offline Joerg Moeller

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #26 am: August 16, 2013, 12:03 »
....dann versehentlich 24 reingejagt und um halb elf gewundert...

Ach hör doch auuuf...  Du wolltest nur mal wieder ordentlich naschen... :zwinker:

 :prost:

Hat aber auch sein Gutes: jetzt weißt du, daß dich das auch nicht unbedingt aus den Socken haut. Manche haben ja ziemliche Panik vor Hypos und das ist auch nicht optimal, weil die dann lieber zu hohe Werte in Kauf nehmen. Da kann es ganz hilfreich sein mal Erfahrungen zu sammeln.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Adrian

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #27 am: August 16, 2013, 14:06 »
Hat aber auch sein Gutes: jetzt weißt du, daß dich das auch nicht unbedingt aus den Socken haut. Manche haben ja ziemliche Panik vor Hypos und das ist auch nicht optimal, weil die dann lieber zu hohe Werte in Kauf nehmen. Da kann es ganz hilfreich sein mal Erfahrungen zu sammeln.

Ja, 59 ist noch kein gefährlicher Wert, und aus dem "...die Halbe Nacht nicht geschlafen..." lese ich heraus, dass die Nebenniere genügend Adrenalin ausschüttet um dich (Rantanplan) auch aus dem tiefsten Schlaf zu reißen.
Dass das zu Nutella-Orgien führt kenne ich aber auch zu genüge. Am besten ist die Regel: Niedriger Blutzucker nur mit schnellen, fett-/eiweißfreien BE bekämpfen. Also: Fanta, Traubenzucker etc.
Brot, Müsliriegel, ... da kann ich mich auch nicht zurückhalten. Und zum Hypo-Bekämpfen sind sie eh zu langsam.

lg
Adrian
Cozmo mit Humalog 

Offline Klimbim2012

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #28 am: August 18, 2013, 08:16 »
jaja, - doppelt spritzen, - nicht wissen, habe ich schon gespritzt oder nicht ..... etc....
ist mir ja auch schon passiert, und habe es gemerkt, - diese Fehler sollte man nur einmal machen,
aber gehören ja irgendwie dazu, - und überlebt habe ich es auch, -
allerdings unterschätze ich das nicht, - so unter dem Motto, bei 60 oder 70 BZ biste ja noch nicht unterzuckert,
.... bin ich doch, wenn mein Zielwert um 100-120 liegt! Und es ist, so bei mir, das ich bei jeder gemerkten Unterzuckerung
anders empfinde und reagiere, - aber unterschätzen tue ich diese nicht, - und wenn ich bei meiner  gefühlten Unterzuckerung noch einen BZ um 85 habe, - habe ich lieber einmal zuviel den TZ vorher gegessen, und einmal zuviel gemessen, - als das ich geistesabwesend, wie ein besoffener noch durch die Gegend laufe, - oder schon irgendwo rum
liege, und garnichts mehr kann, - .... habe ich zum Glück noch nicht gesehen und erlebt, - bin ich auch nicht scharf drauf!

So ist es mir letztens beim Sport passiert, - das ich Magenknurren bekomme, obwohl gut gegessen hatte und BZ vorher um 150 lag, bei den Bodenübungen, noch mehr schwitzte, und mir urplötzlich zittrig wurde, - ich keinen TZ dabei hatte, ich allso mich auf den Weg machte, in die Umkleide und schnell TZ im Rucksach bei mir fand, den TZ,
nicht den Rucksack, verspeißte, noch kl. Schluck Gola, und dann einen Bz von 61 gemessen hatte! Damit waren die Übungen für mich erstmal erledigt! Nach kleiner Pause, kleinen Müsli-Riegel, habe ich dann noch meine PMR gemacht,
danach noch bisschen geschnackt und gelesen, bevor ich nach ca. 1 Std. noch immer einen BZ um 90 hatte, trotz Müsli-Riegel ..... hatte dann noch Laugenbrötchen .... alles ohne weitere IE, sprich den ganzen Tag hatte ich noch kein Insulin, ergab sich der weitere Tagesverlauf eher mit fallenden BZ als steigend ..... Ist für mich noch unerklärlich, und wieder mal eine neue Situation, - gehört eigendlich hier auch nicht hin, doch was ich damit schreiben wollte, - bei mir
passieren soviele Ungereimtheitem, was ich mir im Moment nicht erklären kann, - wo es dann für mich heiß, weiter Beobachten, - und daraus Erkenntnisse zu gewinnen, - anstatt alles über den Haufen zu schmeißen ..... irgendwie hat
das alles einen Sinn, - und den heißt es zu erkennen!

Somit erkenne ich für mich, auch für Dich Andy, das du vielleicht da auch klarer mit Dir umgehst, -
oder lag da ein Arztwechsel vor? Du wächst in deine Situation rein, lernst dazu, lernst aus Fehlern,
und das ist meine Meinung: ... hast mehrere Instrumente es zu steuern .... so sehe ich das für mich,
und wenn ich nicht weiter weiß, frage ich hier, und letztendlich meinen Arzt, der mich kennt, und am meisten
Bescheid wissen sollte!

So .... noch schönen Sonntag!

Gruß
Wolfgang
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Offline rantanplan091077

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Re: Diabetes und Kraftsport?
« Antwort #29 am: August 24, 2013, 17:39 »
Ist es normal, dass man bei Basal-Insulin dann tagsüber öfters in eine Unterzuckerung kommt? Habe die Faktoren tagsüber beibehalten aber seit einigen Tagen hab ich regelmäßig Werte unter 80. Auch wenn ich ganz normal wie vorher zu den Mahlzeiten spritze...wirken die 9 Einheiten über Nacht am Tag noch nach???