Autor Thema: Sport und Doping  (Gelesen 12674 mal)

Offline honeydrop

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Re: Sport und Doping
« Antwort #10 am: Juli 22, 2014, 11:24 »
Ha! Ich bin doch nicht die Erste, mit Bogen in der Hand und Insulin im Pen  :banane:
Diese TUE ist auch jetzt 2014 immer noch zum... ähmm schmunzeln:
http://www.nada.de/fileadmin/user_upload/nada/Downloads/Formulare/140128_Antragskriterien_Insulin.pdf
Jedenfalls hat mein Doc nur gemeint: "Wollen die auch die Bankverbindung in der Schweiz? Dann können die bei der NSA anrufen."
Hat jemand schon Erfahrung mit nationalen Wettkämpfen und dieser TUE gemacht?

Offline Charly52

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Re: Sport und Doping
« Antwort #11 am: September 02, 2015, 14:16 »
Insulin wird vor allem dazu eingesetzt die Regenerationszeiten (Auffüllung der Glykogenspeicher) im Trainingsprozess zu verkürzen.
Ich als Typ 1 Diabetiker injiziere momentan meist um die 6 i.E. am Tag was für einen Typ 1 nicht sehr viel ist. Im Leistungs-Hochleistungssport injizieren (z.b. Bodybuilder) oftmals 20-30 i.E. auf einmal, und konsumieren dann zeitnah eine sehr hohe Menge an einfachen Kohlehydraten um die Energiespeicher sehr schnell und über ein normales Maß hinaus "voll zu bekommen". Dadurch verringern sich auch die Regenerationszeiten zw. den Tr-Einheiten. Es ist mehr Trainingsvolumen möglich, was mittelfristig auch ein höheres Leistungsniveau begünstigt. In der Regel injizieren diese "Doper" ihr Insulin im Anschluß an die Tr-Einheiten. Ich will mir nicht ausdenken, wenn mal was dazwischen kommt, und man 20-30 I.E. injiziert hat, und dann aus welchen Gründen auch immer nicht die entsprechende Menge an schnellem Zucker zuführt. Viele Hobby-Doper haben nicht mal ein Meßgerät, und auch keinen Überblick über ihre Blutbilder (Veränderungen beim C-Peptid ?, HBA 1 c, Unterzuckerungen, Überzuckerungen,....). Erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, geht das Jammern los.
Gibt einige Top-Sportler die einen anerkannten Diabetes haben, und ihre Medikamente im Athletenpass eingetragen haben/hatten (z.b. Olympiasieger Steiner/Gewichtheben), und von daher nicht aufgrund dieser Medikamente disqualifiziert werden dürfen. Dies leistet natürlich Vorschub, dass diese Athleten evtl. nicht nur die mediz. notwendige Dosis nutzen, sondern evtl. daran interessiert sind, solche Dosierungen zu verwenden, welche einen sportl. Vorteil bedeuten, weil man halt nicht wegen dieser Mittel disqualifiziert werden darf.
Lance Armstrong (hatte Hodenkrebs) und muß deshalb das männl. Sexualhormon Testosteron regelmäßig injizieren. Ob er sich dabei an die mediz. notwendige Menge gehalten hat darf auch bezweifelt werden.