Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Diabetes und Zähne
Angela:
aha, danke. Ich weiß nur das es immer heißt: vorsicht bei Antibiotika. Martin hat es auch mal nehmen müssen, aber nicht alle genommen, weils ihm nicht gut ging.
Nur ich hab das so verstanden, das ich nur Antibiotika bekommen würde. :gruebeln:
Gela, ich hab wegen der Creme gefragt, gibts schon in Ö, müßte man aber bestellen. Sie hat mir dann eine andere gesagt - die ich eh kannte, aber nicht dran gedacht habe - und die hab ich gekauft.
Naja, jetzt muß ich mal die Analyse abwarten.
Pia051:
Hallo, Angela!
Kann zu diesem Tehma auch etwas beitragen.
Ich hatte mit 31 oder 32 eine so ausgewachsene Paradontose (die von meinem alten Zahnarzt nicht richtig behandelt wurde), dass ich vom neuen Zahnarzt zur Behandlung in die Zahnklinik Münster geschickt wurde.
Da hat man dann in 3 ambulanten Sitzungen das Zahnfleisch aufgeschnitten, die tiefen Beläge und krankes Gewebe entfernt, anschließend wieder zugenäht. War nicht gerade sooo toll, aber es hat geholfen. Das Ganze übrigens ohne Antibiotika und trotzdem ohne Komplikationen.
Anschließend war ich bis 1985 zweimal jährlich zur professionellen Zahnreinigung. Dabei hat man mir dann auch die richtige Pflege beigebracht (das Wichtigste überhaupt!). Seitdem hatte ich nie mehr Zahnfleischentzündungen.
Ich denke, dass man heute schon bessere und einfachere Methoden hat.
Also beiß evtl. in den sauren Apfel, zumindest laß alles machen, was notwendig ist. Hinterher bist Du froh!
Alles Liebe
Linda
Angela:
Hm naja ich werd jetzt mal abwarten was bei dieser Bakterienanalyse raus kommt. Und ich hoffe es wird nicht so schlimm. Also diese Reinigung, die so einen komischen Namen hat mache ich eh immer. Und das gemeine ist, das man ja gar nix merkt. Furchtbar. :moser:
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Angela am Juni 06, 2005, 12:18 ---aha, danke. Ich weiß nur das es immer heißt: vorsicht bei Antibiotika.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist auch richtig. Im Grunde liegt es aber eher daran, daß diese Keime sich im Laufe der Zeit an Antibiotika anpassen können. Sie werden dann davon nicht mehr abgetötet und geben diese "Überlebensstrategie" auch an andere Artgenossen weiter. Die Folge ist dann das, was man einen "Multiresistenten Keim" nennt, also einen Keim, der gegen viele (=multi) Antibiotika widerstandsfähig (=resistent) ist.
Es gibt heute schon Keime, gegen die kaum noch Antibiotika helfen.
Deswegen sollte man Antibiotika nicht nach Lust und Laune einsetzen sondern nur dann, wenn es wirklich notwendig ist.
Und bei Diabetikern wird diese Notwendigkeit mit dem potentiell (=möglicherweise) schwächeren Immunsystem begründet. (Deswegen liest man im Zusammenhang mit Diabetes auch immer von "Wundheilungsstörungen")
Nimmt man sie aber zu lange, dann kann es sein, daß die Magen-Darm-Flora davon geschädigt wird. Dort leben nämlich auch Keime, die im Körper sogar erwünscht sind; quasi in Symbiose mit uns leben (@Starwars-Fans: Nein, das sind keine Midiklorianer :zwinker: )
Und die werden von den Antibiotika dann auch abgetötet und müssen (manchmal auch mit medikamentöser Unterstützung) wieder aufgebaut werden.
--- Zitat ---Martin hat es auch mal nehmen müssen, aber nicht alle genommen, weils ihm nicht gut ging.
--- Ende Zitat ---
Ja, das kann passieren. Unverträglichkeiten bei Medikamenten kann man leider nicht immer ausschließen. Ein altes "Sprichwort" in der Pharmakologie lautet ja auch "Wenn es keine Nebenwirkungen hat, dann hat es auch keine Hauptwirkung"
Angela:
Naja, das klingt alles nicht so toll. Mal sehen wie es weiter gehen wird. :gruebeln:
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