Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Diabetes und Zähne
Angela:
Also momentan bin ich in Behandlung bei meinem Zahnarzt. Und der Kerl macht mich total fertig. :'(
Weiß wer was über Zähne und Diabetes?
Ich hab mal irgendwo einen Bericht gesehen, den ich nicht gelesen habe. ;D Ich glaube in einer Diabeteszeitschrift. Und ich glaube da sollte man etwas aufpassen.
Jörg, du weißt ja immer alles, hast du irgendwelche Infos darüber?
Alf:
Mir sind eigentlich nur kleinere "Problemchen" präsent:
Da Diabetiker ab und zu mal zu hohe Werte haben und in diesem Moment (wie wir alle leidvoll wissen) der Mund trocken wird, damit wir Durst bekommen und der zu hohe Zucker mit dem Harn ausgeschwemmt wird, haben in solchen Situationen die Bakterien im Mund leichteres Spiel. D.h. schlecht eingestellte Diabetiker mit regelmäßigen Besuchen oberhalb der Harnschwelle sind sicherlich auch Kandidaten für häufigere Zahnarztbesuche ;)
Ansonsten bei größeren Geschichten im Mund, wie Zahn ziehen, Weisheitszähne herausoperieren, Unterkiefervorverlagerungen (*) kommt nat. die Wundheilung ins Spiel und die ist bei Diabetikern manchmal schlechter als bei Nichtdiabetikern.
Meine Devise: Wer sich um seine Zähne halbwegs so kümmert wie um seinen BZ wird in etwa das ernten, was er verdient... ;)
(*) Das haben sie mit mir mal gemacht und es war echt kriminiell: Vor der OP war zwar klar, dass ich Diabetes habe und wir beschlossen, dass ich meine Werte selbst kontrolliere und handle. Nach der OP fand ich mich dann mit einem aufgedunsenen Presskopp wieder und beide Kiefer (weil durchgesägt) mit Drähten zusammengedrillt. Als dann das Thema Nahrungsaufnahme dran war, meinten sie allen ernstes: Fruchtsäfte per Strohhalm durch die Zahnzwischenräume einsaugen...
Das funktionierte genau einmal, danach waren die Zwischenräume perfekt abgedichtet und ich fand mich in einer etwas prekären Situation ohne die Möglichkeit einer berechenbaren Nahrungsaufnahme wieder. Ich habe dann beschlossen, mich für eine Woche, bis ich die Kiefer minimal bewegen konnte, auf satten 250 zu halten...mit gestrichen vollen Hosen...
LordBritish:
--- Zitat von: Alf am Juni 03, 2005, 08:10 ---Das funktionierte genau einmal, danach waren die Zwischenräume perfekt abgedichtet und ich fand mich in einer etwas prekären Situation ohne die Möglichkeit einer berechenbaren Nahrungsaufnahme wieder. Ich habe dann beschlossen, mich für eine Woche, bis ich die Kiefer minimal bewegen konnte, auf satten 250 zu halten...mit gestrichen vollen Hosen...
--- Ende Zitat ---
:kreisch:
das muss wirklich die Hölle auf Erden gewesen sein...
Vor allem hat man ja auch nicht soviel Erfahrungen mit dem BZ nach einer OP.
Angela:
--- Zitat von: Alf am Juni 03, 2005, 08:10 ---Mir sind eigentlich nur kleinere "Problemchen" präsent:
Da Diabetiker ab und zu mal zu hohe Werte haben und in diesem Moment (wie wir alle leidvoll wissen) der Mund trocken wird, damit wir Durst bekommen und der zu hohe Zucker mit dem Harn ausgeschwemmt wird, haben in solchen Situationen die Bakterien im Mund leichteres Spiel. D.h. schlecht eingestellte Diabetiker mit regelmäßigen Besuchen oberhalb der Harnschwelle sind sicherlich auch Kandidaten für häufigere Zahnarztbesuche ;)
--- Ende Zitat ---
Tja die machen setzt eine Bakterienanalyse. Da dürfte ich so einiges haben. Aber ich bin nicht schlecht eingestellt. Also das alleine dürfte es nicht sein. Aber danke mal für den Tip. Er sagte meine Zahntaschen sind eigentlich für mein Alter zu tief. :-[ Und ich denke das dadurch mehr Bakterien da sind.
Ich sags euch, bei mir ist immer alles anders. :sauer:
Gela:
--- Zitat von: Angela am Juni 03, 2005, 09:39 ---Er sagte meine Zahntaschen sind eigentlich für mein Alter zu tief.
--- Ende Zitat ---
Hört sich nach einer bevorstehenden Parodontosebehandlung an.
Parodontose kann jeder bekommen; Diabetiker sind durch ihre diabetische Mundflora auch anfälliger dafür.
Ab einer bestimmten Taschentiefe ist diese Behandlung angezeigt. Ansonsten kann es im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führen.
Im Anfangsstadium hat man natürlich die besten Chancen. Wenn dein Arzt eine Bakterienanalyse durchführt, kann er diese "Kumpels" gezielt bekämpfen.
Nach der Parodontosebehandlung kann eine medizinische Zahncreme das Wiederauftreten verringern oder sogar verhindern.
Meine Freundin arbeitet beim Zahnarzt und ist dort nur für die Prophylaxe zuständig. Von ihr weiß ich das.
Sie meinte, bei Diabetikern tritt das Problem in der Praxis häufig auf.
Diese Diabs sind aber sicherlich in Diabetessachen nicht so aufgekärt und engagiert wie wir hier!
Kopf hoch, das wird schon wieder. Du bist in guten Händen!
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