Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie

Anpassung der Basalrate

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Joerg Moeller:

--- Zitat von: LordBritish am Mai 25, 2005, 10:44 ---Wird nicht auch Adrenalin ect. ausgeschüttet, wenn ich mitten in der Nacht kurz aufstehe fürs messen :kratz:
Das würde für mich Deinen Wert um 5:38 h erklären.

--- Ende Zitat ---

Der erklärt sich für mich grundsätzlich durch ein Dawn-Phänomen.

Dem Adrenalin/Noradrenalin sollte man an dieser Stelle nicht allzuviel Bedeutung beimessen. Ansonsten könnte man ja nie einen guten BR-Test hinlegen (mit Messungen um 3 und um 5 Uhr), ohne anschließend (wenn man den Test nicht macht) in einer Hypo zu landen.

Bei diesen Hormonen kommt es schon auch auf die Menge an. Eine "normale" Menge ist in der BR mit drin. Eine unnormale Menge (wie z.B. beim Aufstehphänomen) muß noch mit einem zusätzlichen Bolus ("Morgengupf") abgedeckt werden.

|NQ|Eraser:

--- Zitat von: Jörg Möller am Mai 25, 2005, 16:48 ---
--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 25, 2005, 09:48 ---Bsp. heute nacht: 02:00 114 05:36 208
gestern: 00:00 138 mit 0,5 korrigiert 04:00 171
dazu steigt der wert noch zwischen 06:00 und 08:00 an. (von 120 auf 150)

--- Ende Zitat ---

Na so ein bißchen kommt es schon noch auf deine Werte im Tagesverlauf (besonders gegen abend) und auf Uhrzeit, Menge und Zusammensetzung deines Abendessen an. Allein zu den Daten da oben kann ich nichts sagen, nur mutmaßen.

--- Ende Zitat ---
die werte waren den ganzen tag über gut, gegen abend waren sie bei ca. 100 - 120. das abendessen war brot mit wurst und ein halbes twix. sonst kein fett. gegen 2200 hab ich noch ein brot mit margarine und gekochtem schinken gegessen.
den tag davor war es in etwa genauso.

--- Zitat ---
--- Zitat ---ich verstehe dich welt nicht mehr, ich kann doch nicht alle 2 wochen ne basalratenanpassung durchführen  ???
--- Ende Zitat ---

Sollte normalerweise nicht nötig sein (wenn da nicht gerade eine Infektion oder dergleich mit reinspielt)

--- Ende Zitat ---
ich weiss halt einfach nicht mehr, was ich sonst machen kann.

so long

LordBritish:

--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 25, 2005, 12:29 ---ich weiss halt nur nicht, ob ich dann wirklich die ganze zeit über die nächte messen und die basalrate anpassen soll  ???
kaum stimmts wieder kommt die nächste entgleisung. ich schreibe mir zwar jede veränderung an der basalrate auf, aber ich will sie mir nicht "kaputtprogrammieren".
ich habe gelesen, dass es eigentlich normal ist, wenn man über mehrere stunden die gleiche menge bekommt. das hatte ich auch, bis jetzt die schwankungen aufgetreten sind.
so langsam wird die basalrate für jede stunde anders und das ist doch eigentlich nicht gut, oder  ???

--- Ende Zitat ---

Ich sags mal so, jeder hat seinen individuellen Diabetes, aber in der Regel ist die Basalrate über
mehrere Stunden konstant und ändert sich dann mal wieder am Tag für eine weitere Zeitspanne.
Ich würde nicht die ganzen Nächte messen und die Basalrate immer wieder anpassen.
Mit Essen ist es eine vollkommen andere Sache, diese Werte in der Nacht kannst Du
nicht mit den vom Basalratentest vergleichen.
Da spielen einfach zuviele Störfaktoren eine Rolle, was Du gegessen hast, wieviel, Fettgehalt ect.
Durchs ständige angleichen kann es schon schnell passieren das Du die Basalrate "kaputt" programmierst und
eine Berg- und Talfahrt hast.
 

--- Zitat ---mein latein ist jetzt einfach am ende, und ich kann ja auch nicht bei jeder schlechten phase ständig mein diabetologen aufsuchen, ich muss das ganze ja auch selbstständig in den griff bekommen, oder  :kratz:

--- Ende Zitat ---

Ich würde wirklich zum Diabetologen ruhig hingehen bzw. es gibt ja auch das :telefon:
Der bekommt dafür sein Geld und außerdem bist Du ja noch am Anfang und er sollte da Erfahrungen haben.
Es ist jetzt allerdings auch schlecht etwas genaueres zu sagen was man noch so machen kann.
Ohne Kenntnisse des Tagesablaufs, der einzelnen Werte BZ, I.E., BE ect. kann man "nur" allgemeine Tips geben.

Auch sollten alle Tips erst mit dem behandelnen Arzt abgesprochen werden!

Ich würde erstmal versuchen möglichst zur gleichen Zeit zu Essen, das Essen abwiegen und nicht das große
Schätzeisen (Auge) nehmen :duck: , dann sind schonmal ein paar Störfaktoren weg.
Es ist erstaunlich was nach längerer Zeit so draus wird, wenn man immer nur abschätzt...
aus 1 BE werden über die Zeit 2-3 BE...
Aber ich glaube das machts Du ja schon  :kratz:

Hier noch so ein paar Dinge die mir gerade so einfallen, am häufigsten ist die Kanüle das Problem.

- Die Kanüle alle 1-2 Tage wechseln
- Nicht zur Nacht die Kanüle wechseln
- Auch mal den Katheter zwischendurch wechseln
- Längere Kanülen ausprobieren
- Einen anderen Katheter ausprobieren, Tender, Quickset, Rapid D oder so
Ich habe nach langer Zeit herausgefunden das meine Werte wesentlich stabiler und besser
mit Teflon-Kanülen sind.
- Katheter mehrmals am Tag auf undichte Stellen überprüfen

Das wären so die ersten Dinge die mir einfallen würden


Grüße

Lord

Joerg Moeller:

--- Zitat von: |NQ|Eraser am Mai 25, 2005, 16:53 ---die werte waren den ganzen tag über gut, gegen abend waren sie bei ca. 100 - 120. das abendessen war brot mit wurst und ein halbes twix. sonst kein fett. gegen 2200 hab ich noch ein brot mit margarine und gekochtem schinken gegessen.
den tag davor war es in etwa genauso.

--- Ende Zitat ---

Dann passt die Basalrate noch nicht.

Wenn ich jemanden von ICT auf CSII umstellen sollte würde ich wie folgt vorgehen:
1. Bisherige Gesamtbasalmenge geteilt durch 3 x 2. Das Ergebnis dann durch 24 teilen und auf die Pumpe übertragen.
2. BR-Test Nachts. Solange, bis morgens der NBZ im grünen Bereich ist. Je nach verwendetem Insulin 1-2 Std. Vorlaufzeit beachten. (Also wenn der BZ um 4 Uhr zu hoch ist, die BR um 2-3 Uhr anheben. Bei manchen muß das sogar noch länger im voraus gemacht werden.
3. Mit der neuen BR erstmal 2-3 Tage nur beobachten, bevor man die nächste Änderung vornimmt. Ausnahme: man kommt mit der BR in eine Hypo. Dann natürlich sofort absenken.
4. Wenn die Nacht passt, dann BR-Test morgens. Und ganz wichtig: immer die Regeln dafür beachten: http://www.diabetesinfo.de/therapie/basaltest.php

Du bist 6 Wochen dabei, das sind Peanuts. Manch einer landet gleich zu Beginn einen Volltreffer, andere brauchen ein paar Wochen. Ich hab auch 4 Wochen gebraucht, bis alles gepasst hat.
Und ich war auch kurz davor alles in die Tonne zu treten (kann ganz schön frustig sein)

LordBritish:

--- Zitat von: Jörg Möller am Mai 25, 2005, 17:07 ---Du bist 6 Wochen dabei, das sind Peanuts. Manch einer landet gleich zu Beginn einen Volltreffer, andere brauchen ein paar Wochen. Ich hab auch 4 Wochen gebraucht, bis alles gepasst hat.
Und ich war auch kurz davor alles in die Tonne zu treten (kann ganz schön frustig sein)

--- Ende Zitat ---

Wenns mal bei mir nicht mehr passt, dann brauche ich neben neuen Fingern  :zwinker: :lachen:
so gute 6-8 Wochen. Ist aber auch bedingt dadurch das der Wert dann häufiger zu Beginn des Test nicht passt.
Irgendiwe habe ich da ein kleines Männchen in mir sitzen das immer schön aufpasst und genau weiß wann ich einen
BSR-Test machen möchte. Wenn ich nicht vorhabe einen zu machen passt der Wert, aber wehe ich möchte einen Test machen...  :lachen:
Ist auf Dauer frustrierend, aber irgendwie schaffe ich es meistens dem ganzen auch etwas positives abzugewinnen.
Mein Doc und die Sprechstundenhilfe kennt das auch schon... wenn ich einmal einen BSR-Test anfange,
telefonieren wir des öfteren.


Lord

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