Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie

Anpassung der Basalrate

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Joerg Moeller:

--- Zitat von: Joa am Juni 17, 2005, 16:45 ---Das spräche dann allerdings für eine Beibehaltung des Profils auf erhöhtem Niveau.   :kratz:

--- Ende Zitat ---

Als Faustregel vielleicht, aber mehr auch nicht.

Ich stecke selber gerade in einer Downregulation und mußte meine Basalrate von 39,6 auf 43,4 erhöhen. Dabei sind nur die Profile von 04:00 bis 09:00 und 19:00 - 01:00 betroffen. Mit generellen 10% hätte ich mir also einen Bärendienst erwiesen. (Obwohl es insgesamt auch nahezu 10% sind)

Es gibt sicher einige Fälle, wo es genau 10% allgemein sind. Aber wenn nur einer dabei ist, bei dem das nicht so ist beweist das, daß die Regel nicht allgemein gilt. Und ich bin nunmal grundsätzlich gegen Faustregeln, wenn man das auch individuell bestimmen kann.

Ein anderes Beispiel dafür war mein Diabetologe mit seinen Default-Basalraten. Die hat er auch irgendwie errechnet und ich hab ihn zwei Wochen fummeln lassen. Dann wurde mir das zu bunt und ich hab's nach meinem Gusto durchgezogen (annähernd starre Basalraten mit Anpassungen durch Basalratentests) und knapp zwei Wochen später war ich da, wo ich sein wollte.

Quo:
Teupe empfiehlt tatsaechlich fuer die erste Reaktion (Erhoehung der BR) eine Beibehaltung des bisherigen Profils, das allerdings in Faellen, in denen die entgueltige BR noch gar nicht voll ausgetestet ist und unter der Massgabe dass das Ziel nicht eine dauerhafte Einstellung am Ende der Down-Regulation sein soll, sondern der Down-Regulation eine Up-Regulation folgen sollte. Wenn aus Erfahrung, oder dann anschliessenden Reaktionen hervorgeht dass die Erhoehung zuerst in die Berge muss wird er dem wohl auch folgen ;-).

:pappnase: Tatjana

Darsina:
Bei mir ist eine Anpassung der BR nach unten fällig. Ich habe in letzter Zeit gezielt etwas an Gewicht verloren, darüber hinaus zeigt sich eine langsame Abnahme des Adenom bedingt erhöhten ACTH- und Cortisolspiegels. Zusätzlich habe ich die KH-Aufnahme pro Mahlzeit eingeschränkt, normalerweise esse ich 2 bis 3 BE mit limitierter Menge an Eiweiß und Fett. Offenbar hat sich mit der Zeit in meine BR jeweils zu den üblichen Essenszeiten ein Bolusanteil eingeschlichen, den ich nun - im Sinne einer sauberen Trennung von Basal- und Bolusinsulin - wegbekommen möchte.

Um die BR-Tests mit Auslassen einzelner Mahlzeiten gezielter angehen zu können, würde ich gerne die BR in den kritischen (weil auch mit Essensaufnahme hypowahrscheinlichen) Zeitphasen schon mal vorab verringern. Die Frage ist, ob eine derartige Vorgehensweise überhaupt gezielt möglich ist. Die BZ-Absenkung pro IE ist bekannt und getestet. Wenn ich nun aus mehrmaliger Beobachtung weiß, dass ich zur Tageszeit x (konkret etwa 90 min nach dem Essen sowie tlw. gegen 1:30) zu einem Hypo (typischerweise 65 - 70) neige, lässt sich dann aus diesen Werten abschätzen, um wieviel ich die BR reduzieren sollte? Um dann auf dieser neuen Basis die Mahlzeitenauslassversuche durchzuführen. Oder muss ich sozusagen da durch und anhand der ohne Mahlzeit erforderlichen KH-Korrekturmenge hochrechnen? Auch hier wieder die Frage, um wieviel pro Zeiteinheit angepasst werden soll.

Das ganze nach dem Prinzip "Daumen mal Pi" machen zu müssen, bereitet mir Bauchweh. Mir fehlt eine Formel, mit der ich gezielt eingreifen kann, wenn bekannt ist, ab wann der BZ nach unten tendiert, wie tief er fällt und damit wieviel Korrektur erforderlich ist.

lg
Darsina

Joerg Moeller:
Mir sind da keine Formeln in dieser Richtung bekannt. BZ-Abfall nach einer Bolusgabe wäre für mich keine Grund an der BR zu drehen

diotmari:
Guten Morgen!

Würde es nicht Sinn machen, die jetzige Basalrate mit dem Renner-Schema des aktuellen Gewichts zu vergleichen, um da eventuell Rückschlüsse auf zuviel Basal zu bekommen?  :gruebeln:

Viele Grüße
Dietmar

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