Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich

Diabetes - Krankheit, ja oder nein?

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LordBritish:

--- Zitat von: Jörg Möller am Mai 19, 2005, 21:28 ---
--- Zitat von: LordBritish am Mai 19, 2005, 16:14 ---Wenn man von 100% der Leute hört bei mir ist alles super und die haben
einen guten HbA1c und keine oder kaum Hypos, na dann fängt man schon an sich selbst zu zweifeln...

--- Ende Zitat ---

Na weißt du, das lernt man aber schon auf dem Schulhof: von dem was die anderen von sich sagen soll man mindestens 50% abziehen...

--- Ende Zitat ---

Na klar man soll nicht alles glauben was andere erzählen, aber selbst mit Abzug der mind. 50% war
ich manchmal an mir schon am zweifeln.
Es kommt ja auch immer drauf an wer das erzählt...
Aber unabhängig davon habe ich auch noch die Einstellung/Meinung gehabt :
Wenn Du alles genau nimmst, alles immer schön genau berechnest und und und,
dann muss es doch machbar sein eine Schwankungsbreite von +/- 20 mg/dl und
fast immer gute Werte um die 90 auch außerhalb eines Reagenzglases  :zwinker:.
Das es nicht geht ist mir auch klar, selbst beim Gesunden ist das ja nicht so...
man wenn ich das geschafft hätte, wie hoch wäre dann wohl mein HbA1c  :kratz: :lachen:

Lord

Joerg Moeller:

--- Zitat von: LordBritish am Mai 20, 2005, 07:39 ---Aber unabhängig davon habe ich auch noch die Einstellung/Meinung gehabt :
Wenn Du alles genau nimmst, alles immer schön genau berechnest und und und,
dann muss es doch machbar sein eine Schwankungsbreite von +/- 20 mg/dl und
fast immer gute Werte um die 90 auch außerhalb eines Reagenzglases  :zwinker:.
Das es nicht geht ist mir auch klar, selbst beim Gesunden ist das ja nicht so...
man wenn ich das geschafft hätte, wie hoch wäre dann wohl mein HbA1c  :kratz: :lachen:

--- Ende Zitat ---

Viel interessanter die Frage, was sich dadurch in deinem Leben verbessert hätte... ;)

Mac:
Die Diskussion finde ich auch sehr interessant. Aber ein Problem haben wir, egal ob wir uns jetzt krank fühlen oder krank sind, wir sind engagierte Menschen die den Diabetes beachten und nach besten Gewissen handeln :engel:. Bloß wieviele von uns ca. 5 Millionen sind so? Meiner Erfahrung nach, die Minderheit  :mauer:. 

Mir gefällt sehr die Aussage "Das bißchen Zucker"...  :unschuldig:. Hier wird aber auch noch unterschieden in Kinder / Babys   :kreisch: die leider an DM erkranken und Erwachsenen  :lecker: . Die Reaktionen der nicht Betroffenen sind bei den beiden Gruppen total unterschiedlich. Die Folgen der Nichtbeachtung des Diabtes sind
aber gleich. Wir haben das riesen Problem, dass am Anfang hohe Werte keine körperliche Schmerzen verursachen  :patsch:, vielleicht werden wir ein wenig Müde, aber daran gewöhnt sich der Körper. Insgesamt ist der Diabetes für mich eine teuflische Angelegenheit. Hohe Werte will ich grundsätzlich vermeiden, habe dadurch viele Hypos ohne Wahrnehmung, aber damit kann ich besser Leben. Mit der Pumpe jetzt, sind die Hypos weniger geworden und ich habe eine konstantere Blutzuckerkurve  :super:.
Ein schönes Bsp. wie Unbetroffene mit dem DM umgehen: Als Fußballer gehört das Feiern dazu, am Anfang meiner Erkrankung habe ich auch mitgefeiert  :prost:. Dann irgendwann habe ich mich zurück genommen, die Bekannten sagten dann, wieso ich nicht mit "saufe", ich hätte doch nichts? Ich sollte mich nicht so anstellen und einfach ein bissel Insulin spritzen  :gruebeln:.     

Meine eigene Umstellung erfolgte nur, weil ich Diabetiker kennen gelernt habe mit den grausamen Folgeschäden. Befreien können wir uns davon vermutlich nicht, aber ich versuche es so lange wie möglich hinaus zu zögern. Ein Bekannter von mir, hat 20 Jahre seinen DM nicht beachtet. Jetzt ist er 36 Jahre und ist an der Dialyse  :kackreiz:.
Aus diesem Grund darf man den DM nicht verharmlosen und diese Krankheit muss öffentlich gemacht werden. Solange wir gewissenhaft mit dem DM umgehen, wird vieles zur Routine und es ist eine Erkrankung mit der wir auch alt werden können  :klatsch:, es erfordert von uns nur eine gewisse Portion von Selbstdisziplin und das sollte irgendwann ein Automatismus werden  :banane:.  l


 

Angela:
Klar ich meine auch nicht das man ihn verharmlosen soll. Aber ich denke wenn man drauf schaut und immer alles gewisssenhaft macht, kann man recht gut damit leben. Und das hab ich vor. Meine Schwester hat 36 Jahre Diabetes (Wahsinn). Und sie hat auch keine Folgeerkrankungen. Und ich denke halt wenn man immer aufpasst muß es diese auch nicht geben. Aber es ist sicher jetzt einfacher als früher. Als ich Diabetes bekam war der Fortschritt schon super. Aber vor 20 Jahren oder so, war es anders. Und drum is klar das solche Leute eine andere Meinung haben als ich.
Ihr habt mir aber trotzdem geholfen. Ich habe für eine Messe, wo wir auch mit Diabetes vertreten sind, eine Liste mit Internetseiten gemacht. Und auf der 1. Seite hatte ich auch den Spruch stehen. Ich habe ihn jetzt vorsichtshalber weg gegeben und die 1. Seite anders gestaltet.  :ja:
Naja, ich denke halt wir haben viel selber in der Hand wie wir mit useren Diabetes umgehen.

LordBritish:

--- Zitat von: Jörg Möller am Mai 20, 2005, 09:39 ---
--- Zitat von: LordBritish am Mai 20, 2005, 07:39 ---Aber unabhängig davon habe ich auch noch die Einstellung/Meinung gehabt :
Wenn Du alles genau nimmst, alles immer schön genau berechnest und und und,
dann muss es doch machbar sein eine Schwankungsbreite von +/- 20 mg/dl und
fast immer gute Werte um die 90 auch außerhalb eines Reagenzglases  :zwinker:.
Das es nicht geht ist mir auch klar, selbst beim Gesunden ist das ja nicht so...
man wenn ich das geschafft hätte, wie hoch wäre dann wohl mein HbA1c  :kratz: :lachen:

--- Ende Zitat ---

Viel interessanter die Frage, was sich dadurch in deinem Leben verbessert hätte... ;)

--- Ende Zitat ---

Was sich dadurch verbessert hätte... :gruebeln: na da gibt es so einiges....
Erstmal hätte ich gewusst, die Chance das ich Spätfolgen bekomme ist sehr gering.
Wenn ich Spätfolgen bekomme dann nicht weil die Werte nicht in Ordnung waren und
ich selber irgendwas nicht richtig gemacht habe. So habe ich irgendwie immer im
Hinterkopf wenn mal was sein sollte
"Hättest Du das eine oder andere mal etwas anders gemacht, dann wäre es nicht dazu gekommen."

oder

"Wenn der eine Wert damals vor x Jahren nicht gewesen wäre dann...."

Es ist/wäre dann zwar auch der Gedanke da "Ein Wert macht das zwar nicht aus, aber jeder Tropfen kommt ins Faß und irgendwann läuft es über"
Hätte ich den einen Tropfen verhindert, wäre alles in Ordnung.
Ich bräuchte mir nicht ständig Gedanken/Sorgen darum machen was schreckliches an Spätfolgen passieren könnte.
Wenn dann irgendwas auftritt naja dann soll es so sein, ist zwar nicht schön, aber es lag nicht an mir und den Diabetes.


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