Autor Thema: KH-FPE-Rechner mit Datenbank  (Gelesen 2192 mal)

Offline Kladie

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Re: KH-FPE-Rechner mit Datenbank
« Antwort #40 am: März 01, 2018, 21:31 »
Hallo Hobbit,

Nicht dein beschriebenes (reproduzierbares) Problem finde ich amüsant sondern die Berechnungen dazu. Sollte ich mit meinen Zeilen jemanden auf die Füße getreten haben - sorry!

Wenn es Nahrung gibt, die ein solches Problem verursacht, würde ich z. B. einen kilometerweiten Bogen darum machen und immer noch nichts berechnen. Aber das ist mein Vorgehensweise die wohl wieder viel zu exotisch ist.
Wir sollten aus der Vergangenheit lernen
und in der Zukunft alles ausprobieren.

Offline ralfulrich

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Re: KH-FPE-Rechner mit Datenbank
« Antwort #41 am: März 01, 2018, 22:48 »
Ich finde es recht amüsant wie hier auf Teufel komm raus irgenwas berechnet werden soll.

Da ich T2 bin, halte ich es wie der Arzt von Floh. Wenn ich für ein Stück Käse oder ein Stück Blutwurst den BZ Anstieg messe, dann ist ein Anstieg max im Bereich der Meßungenauigkeit meines BZ Meßgerätes angesiedelt. Sowas zu berechnen käme mir nicht in den Sinn.

Ich jongliere ohnehin nicht mit zehntel IE sondern verändere die Insulindosis aus bekannten Gründen eher in 5er Schritten und mache die Feinheiten mit SEA Veränderungen.

Hobbit und ich jonglieren nicht mit zehntel i.E. für Fett und Eiweiß.
Es geht hier um die Berechnung von Exzess Kalorien.
Das sind die kcal Fett und Eiweiß, die über das normale Maß hinausgehen.
Normal sind 50% kcal aus KH und 50% kcal aus Fett und Eiweiß.
Die normalen Fett und Eiweißanteile werden allein mit dem KH-Bolus abgedeckt.

Grüße
Ralf
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Offline Hobbit

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Re: KH-FPE-Rechner mit Datenbank
« Antwort #42 am: März 02, 2018, 08:23 »
Ich muss aber schon auch zugegeben, dass es FÜR MICH UND MEINE THERAPIE irrelevant ist, ob da jetzt 100kcal aus Fett / Eiweiß mehr oder weniger im Essen sind. :)
Von daher, Kladie, alles gut.

Wenn allerdings ein Rechner so ungenau arbeiten würde, nur weil ich es nicht präziser benötige, dann wäre das fatal
Diabetes ist kein Zuckerschlecken

Offline ralfulrich

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Re: KH-FPE-Rechner mit Datenbank
« Antwort #43 am: März 02, 2018, 11:09 »
Für MICH ist es schon wichtig 1 BE/FPE mehr oder weniger... :zwinker:

Übrigens, wer meint aus Fett kann keine Glucose gewonnen werden der irrt:

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/article/664413/zucker-fett-umgekehrt.html

Grüße
Ralf
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Offline Joerg Moeller

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Re: KH-FPE-Rechner mit Datenbank
« Antwort #44 am: März 02, 2018, 11:34 »
Jörg wird aber auch Quellen benutzt haben und manchmal werden neue Erkenntnisse erarbeitet.

Ja, hat er: http://www.diabetesinfo.de/profis.html

Im konkreten Fall den kleinen Löffler. Du kannst das aber auch googeln: 'Substrate Gluconeogenese'. Erster Treffer ist z.B. http://flexikon.doccheck.com/de/Gluconeogenese

Sicher ändert sich da immer wieder etwas, aber eher in der Richtung, dass neue Erkenntnisse hinzu kommen.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Floh

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Re: KH-FPE-Rechner mit Datenbank
« Antwort #45 am: März 02, 2018, 14:34 »
Ich finde die verlinkten Quellen spannend. 

Kurz zu meiner Motivation: Ich durfte das letzte halbe Jahr eine sehr schöne ketogene Ernährung erleben. Das hat interessante Vor- und Nachteile, der Blutzuckerverlauf wird aber immens geglättet (war aber hier nicht der Hauptgrund). Klar, wenn aller Blutzucker viel langsamer anflutet - oder gar erst gebildet werden muss - dann kontrollieren sich Anstiege leichter. Die dazu verfügbaren Quellen sagen typischerweise: Ketone können direkt als Energiequelle dienen und werden eben nicht in Zucker umgebaut, aus den Fetten kommt Energie aber kein Zuckeranstieg. Die Quellen sind aber mehr als dürftig.

Die Quelle von Jörg habe ich nicht verstanden (also diese hier: http://flexikon.doccheck.com/de/Gluconeogenese ). Ich kann den drei Umgehungsreaktionen folgen, es tauchen dort aber keine Fettsäuren auf (das Pyruvat hätte ich noch zu ADP Abbau/Nebenprodukten eingeordnet). Wie aus dem Fructose-6-phosphat spontan das Glucose-6-phosphat wird ist mir auch nicht klar.

Besser hat mir der verlinkte Artikel in ralfulrichs Zeitung besser gefallen (dieser hier: http://journals.plos.org/ploscompbiol/article?id=10.1371/journal.pcbi.1002116 ). Meiner Lesweise nach sagt dieser "Aus Fett wird keine Glucose, aber wir haben eine theoretische Möglichkeit gefunden, die im Hungerzustand oder bei reiner Fetternährung möglicherweise einen Weg bietet").

Für die Therapie macht es keinen Unterschied. Ich lebe derzeit gut damit nur meine Proteinquellen mit einem Bolus zu versehen und die Fette zu ignorieren. Aber ganz ehrlich? Ich habe ja keinerlei Möglichkeit herauszufinden, ob nicht mein Fett in der Basalrate versorgt ist, weil ich natürlich immer noch nur 3 bis 5 mal am Tag etwas esse.

Offline Hinerk

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Re: KH-FPE-Rechner mit Datenbank
« Antwort #46 am: März 02, 2018, 18:12 »
Protein and fat meal content increase insulin requirement in children with type 1 diabetes - Role of duration of diabetes.
Moin,
im Netz gefunden, aber nichts gelernt.
Es wird nicht getrennt auf den Einfluss von Fett bzw. Protein Mengen hingewiesen.
Sehr hilfreiche Information.

MlG

Hinerk
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