Autor Thema: Metformin absetzen  (Gelesen 570 mal)

Offline Kladie

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #10 am: November 09, 2017, 16:44 »
Zitat
orginal Renato:
Das CT wird vermutlich nichts bringen, aber vielleicht findet man dadurch etwas, was Du noch nicht weisst/spürst.
Wie ich hörte soll es keine gesunden Menschen geben sondern nur solche die zu nachlässig untersucht werden. Von daher besteht beim CT eine gute Chance etwas zu finden  :D

Zu Anfang meiner Diabeteskarriere habe ich auch Metformin eingenommen. Mein BZ hat sich dadurch aber nur im Bereich der Meßungenauigkeit des BZ Meßgerätes verändert. Beim Diabetes spielen andere Faktoren wahrscheinlich eine viel größere Rolle.
Da OADs (Tabletten) nicht gezielt wirken sondern immer auch Nebenwirkungen haben, habe ich damals ganz auf Medikamente verzichtet und meinen BZ nur durch Sport / Bewegung reduziert. Das funktioniert ganz gut bis zu einem bestimmten Punkt. Ich bin an diesem Punkt mit Insulin angefangen und habe es bis heute nicht bereut.

Ich finde, wer noch gute Werte erreicht wie zuletzt von Chris-OB beschrieben, der sollte möglichst lange durch gesundes Essen und Bewegung / Sport seinen BZ begrenzen. Auf lange Sicht ist das am besten.
Wir sollten aus der Vergangenheit lernen
und in der Zukunft alles ausprobieren.

Offline Renato

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #11 am: November 09, 2017, 17:49 »
Zitat
Ich finde, wer noch gute Werte erreicht wie zuletzt von Chris-OB beschrieben, der sollte möglichst lange durch gesundes Essen und Bewegung / Sport seinen BZ begrenzen. Auf lange Sicht ist das am besten.

Hallo Kladie

Du triffst den Nagel auf den Kopf, hab ich über 20 Jahre so gemacht, bis dann ein Arzt das Gefühl hatte, er könne meinen Bandscheibenschaden mit Cortison heilen.
Da war´s dann nicht mehr ohne Medis möglich den BZ in den Griff zu kriegen.
Es folgten 2 Jahre mit 4 Rücken OPs und manchmal grausamen Schmerzen im Oberbauch. Ja, was wurde da nicht alles vergeblich untersucht, Röngten, Ultraschall, CT, MRI, Magen/Darmspiegelung.
Nur so nebenbei: ich nahm Metformin 500 und der Arzt im Spital wollte die Dosis verdreifachen. Vermutlich hätte mich das umgebracht, aber ich habe mich geweigert unter dem Hinweis, dass BZ ein langfristiges Problem sei und ich das nur mit meinem Hausarzt regeln würde. Am Schluss habe ich diesen Arzt aus meinem Krankenzimmer geworfen, da er mir nur Vorwürfe um Vorwürfe gemacht hat. Dabei waren die gravierenden Kreislaufprobleme die er behandeln sollte auf Medis zurückzuführen, die man nach der OP abzusetzen vergessen hatte. (daher mein Misstrauen auf Medis und Ärzte)
Grüsse Renato

Offline Kladie

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #12 am: November 10, 2017, 12:03 »
Hallo Renato,

Cortison ist für uns Diabetiker ein Teufelszeug. Da habe ich auch schon Erfahrungen sammeln können.

Wegen einer kräftigen Allergie hat mir der Allergologe 50 mg Cortison gegeben. Der BZ ging durch die Decke und als ich das dem Diabetologen erzählte schlug er die Hände über den Kopf zusammen. Er meinte 5 mg sei das höchste was ein Diabetiker ( ohne Not ) einnehmen sollte. Es wurde sofort wieder abgesetzt, weil aus Erfahrung klar war, dass mein Allergieproblem nach einer Woche wieder erledigt sein würde.

Aber aus Schaden wird man klug und das passiert mir nicht mehr.

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Offline Chris-OB

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #13 am: November 12, 2017, 10:37 »
Hallo,
heute ist schon der 8 Tag ohne Metformin und ich bin weiß nicht, ob ich das Ding wieder nehmen soll oder nicht?
Ich messe jeden Tag meine BZ Werte und diese, außer einem Ausreißer (181 mg/dL - 2 Stunden nach dem Mittagessen) bewegen sich im Bereich:
- Nüchternwerte:  106 bis 127 mg/dL
- 2 Stunden nach dem Essen Werte: 103 bis 137 mg/dL
Kann mir jemand bitte sagen was ich machen soll? Metformin nehmen oder noch 2 Wochen ohne, dann muss ich wieder für 4 Tage aussetzen, der neue CT Termin ist am 27.11.

Offline Gyuri

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #14 am: November 12, 2017, 11:10 »
"Normal" sollte der Arzt, der dir das Absetzen verordnet hat, solche Entscheidungen treffen. Er muss verantworten was er mit dir anstellt.

Ehrlich gesagt traue ich mir gar nicht, einen Rat zu geben, wie ich es machen würde.
Ich habe schon öfter EIGENMÄCHTIG und VORSORGLICH Metformin abgesetzt, weil ich mich krank fühlte und etwas damit rechnen konnte, dass ein Eingriff bevorstand.

Wenn BEI MIT Metformin überhaupt etwas bewirkt, könnte es höchstens zu niedrigeren Nüchternwerten führen. Dies kann ich aber auch mit Lantus sicherstellen. Da ich offiziel eine ICT mache, habe ich auch die Möglichkeiten meinen Blutzucker und/oder meine Glukose im ZZW lückenlos zu überwachen… kurzum: wenn ich mein Metformin absetze passiert ÜBERHAUPTNICHTS.
Nie und nimmer will ich damit sagen, dass es bei dir auch so sein muss! :kreisch:
Gruß vom Gyuri
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Offline Chris-OB

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #15 am: November 12, 2017, 11:15 »
"Normal" sollte der Arzt, der dir das Absetzen verordnet hat......

Ich habe Metformin abgesetzt, weil es so die Vorbereitung zum Abdomen CT verlangt und nicht weil mir es ein Arzt verordnet hat!

Offline Kladie

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #16 am: November 12, 2017, 14:45 »
Hallo Chris-OB,

ein kurzer Anruf beim Arzt reicht.

Es sind alles sehr subjektive Meinungen hier im Forum und es sollte nicht so sein, dass dir hier jemand die Verantwortung für dein Tun abnimmt. Ich persönlich habe ein Problem mit jeglicher Art Tabletten. Zudem bei mir Metformin kaum Wirkung gezeigt hatte ist es für mich klar was ich tun würde.

Wenn Du dir die Entscheidung nicht zutraust, rufe beim Arzt an - ansonsten hast du so oder so die Wirkung (oder Nicht-Wirkung) inkl. Nebenwirkung selbst zu ertragen.
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Offline Joerg Moeller

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #17 am: November 14, 2017, 16:55 »
Die Erklärung, die ich durchaus glaube, wirft aber die Frage auf, warum auch 48 Stunden NACH dem CT Metformin abgesetzt werden soll.  :kratz:

Weil der Körper eine Zeitlang braucht, um die Kontrastmittel auszuscheiden.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Joerg Moeller

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Re: Metformin absetzen
« Antwort #18 am: November 14, 2017, 17:05 »
Die Bauchschmerzen sind weg und die BZ-Werte über den ganzen Tag gemessen sind in NORMBEREICH: nüchtern 107 und 2-Stunden nach dem Essen um die 120.
Ich verstehe es nicht.

Wenn Du eine gewisse Zeit medikamentös therapiert hast, dann können sich die Betazellen erholen und wieder besser selber damit klarkommen. Du bist ja DM2, da ist das nicht wie bei DM1, dass die Betazellen zerstört sind. Sie sind nur nach einer gewissen Zeit, in der sie unter Volllast arbeiten mussten, erschöpft. Und daher können sie sich auch wieder erholen.

Der BZ gibt dir keine ausreichenden Infos um zu erkennen, aber wann man wieder medikamentös ran muss. Der ist erst wieder zu hoch, wenn die Betas wieder zu erschöpft sind um es selber zu schaffen.

Aber wenn sich die Schmerzen mit den Tabletten verbinden lassen, dann wäre das ein Grund zu wechseln. Es gibt auch andere Metforminpräparate, die evtl weniger Probleme machen.
Es kommt nicht nur auf den Wirkstoff an, sondern auc auf die Galenik, also in welcher Weise diese Tabletten zusammengesetzt sind.

Viele Grüße,
Jörg
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