Autor Thema: Blutwerte verwalten  (Gelesen 842 mal)

Offline Kladie

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Blutwerte verwalten
« am: August 09, 2017, 10:24 »
Hallo,

beim mehr oder weniger regelmäßigem surfen durchs Internet habe ich zufällig einen Artikel gelesen, den ich interessant finde. Er beschreibt eine IPhone App, die die eigenen Blutwerte nicht nur verwaltet und erklärt sondern auch statistische Auswertungen vornimmt um Therapieansätze zu kontrollieren und zu bewerten.

"Leider" habe ich kein IPhone (ich bin Apple Verweigerer!)  und unter Android habe ich nichts vergleichbares gefunden. Es gibt aber sicher Apple User, die das mal näher anschauen könnten und ich wäre daran interessiert, eine neutrale, unabhängige Beurteilung zu bekomen.

Blutwerte PRO soll die App heißen und wird hier vorgestellt: http://www.medicoconsult.de/Labor-App_Blutwerte_PRO/

Hat jemand schon diese App in der Anwendung?
Wir sollten aus der Vergangenheit lernen
und in der Zukunft alles ausprobieren.

Offline Joerg Moeller

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #1 am: August 09, 2017, 10:45 »
Nein, brauch ich nicht. Ich dokumentiere meine Laborwerte in SiDiary.
Eine Verlaufskurve könnte ich in der Statistk von SiDiary erstellen lassen, indem ich da einen Laborwert als Datenquelle auswähle.

Ich persönlich mag aber lieber die Tabellenansicht aus dem zusätzlichen Tool 'Labor Report': http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/index.php?action=downloads;sa=view;down=1

Da kriegt jedes Datum eine eigene Spalte und jeder Laborwert eine eigene Zeile. Entspricht dann der Darstellung, die ich damals im Krankenhaus hatte bzw. die aktuell auch mein Doc verwendet.
Mit dem Tool kann ich mir das bei Bedarf auch ausdrucken. Und wenn ich mal unterwegs in meine Laborwerte schauen müsste, dann könnte ich dafür SiDiary Online nehmen.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Hinerk

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #2 am: August 09, 2017, 13:04 »
Moin Kladie,
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Bewertung 2,5 von
Ich denke, ich brauchs nicht.

Z. Z. benutze ich eine selbstgebastelte Tabelle in der fast alle B. Werte seit 2003 eingetragen sind.
Darin sind auch diverse Auswertungen wie Durchschnitt, höchster, niedrigster, und Quotienten wie der De Ritis sowie HDL usw. Gegenüberstellungen mit Auswertung enthalten.

MlG

Hinerk
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Offline Gyuri

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #3 am: August 09, 2017, 13:39 »
Ich muss ja vorsichtig sein, wenn ich schreibe, ich sehe keinen Sinn in solchen Hilfsmitteln.  :pfeif:

Aber aus Erfahrungen mit verschiedenen Messmitteln deren Hersteller alle mit "Statistik" angeben, weiß ich, vieles hat mit Statistik nichts zu tun oder zumindest meist keine Aussagekraft. Darum orientiere ich mich meist nur an selbst gefälschter Statistik in die ich nur Messdaten einfließen lasse.  :lachen:

Ein Messgerät (egal welches) gibt mir Auskunft über einen bestimmten Messwert und sonst garnix. Mit diesem Messwert kann man aktuell Entscheidungen treffen wenn man ihn direkt anschaut
ODER… man erhält Daten "aus vergangenen Zeiten" die man in seine Erfahrungen einfließen lassen kann, die aber nur indirekt von aktuellem Interesse sein dürften.

Warum ich das jetzt so schreibe?
Wozu brauche ich (unterwegs) einen Zahlenfriedhof auf dem Display meines Händies der nur wenig akute Entscheidungshilfe bietet? So eine Software bietet mir bestenfalls Informationen, die mir nur etwas nützen, wenn ich zuhause in aller Ruhe mir Gedanken machen kann, was ich daraus folgern könnte und ob ich mein Konzept vielleicht etwas ändere. Diese Entscheidung würde ich nie und nimmer einer Software überlassen. Noch bin ich der Herr über meine grauen Zellen.

Auswertesoftware kann nur so gut sein wie sein Programmierer der eine allgemein gültige Logik in seinem Programm umsetzen kann oder der alles zum individuellen Einstellen anbietet, dass sich jeder selbst was basteln kann, um das zu erfahren was er benötigt um eigene Entscheidungen zu treffen. Und da bin ich dann doch wieder beim Excel mit seinen Möglichkeiten.

btw: Ich bin zwar ein Apple-Fan, habe aber kein iPhone.
Gruß vom Gyuri
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Ihre Ideen zünden.
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Offline Quo

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #4 am: August 09, 2017, 20:50 »
Ist es sinnvoll, die Werte verschiedener Labore unkommentiert miteinander in Bezug zu setzen?
Mein Doc schickt mir die Laborresultate als PDF per Mail, das wird dann in Calibre in einer Serie archiviert nach dem Schema "Laborwerte (wessen) Jahr.Monat". Wenn ausnahmsweise eine andere Praxis Blut zapft, lasse ich mir das Blatt geben und ziehe es selbst durch den Scanner.
Die Labore schreiben jeweils ihre Referenzgrößen mit in die Ergebnisblätter, ohne diese Information ist das vermutlich nur begrenzt sinnvoll.
Jörg? Du kannst dazu sicherlich mehr sagen...

Offline Joerg Moeller

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #5 am: August 10, 2017, 10:22 »
Ja, natürlich kann man einen Wert nur beurteilen wenn man die Einheit und den Referenzbereich kennt. Sobald sich da was ändert kann man nur noch auf den aktuellen Wert schauen.

Ansonsten ist es aber medizinisch gesehen durchaus sinnvoll, auch Zugriff auf ältere Werte zu haben. Die zeigen dann ja einen Verlauf. Ob man das jetzt analog (in einer Verlaufskurve) oder digital (als reinen Wert) betrachtet liegt dann wieder in den persönlichen Vorlieben. Aber nur den aktuellen Wert zu sehen schränkt die Aussagekraft (für einen Mediziner) doch schon arg ein.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Hinerk

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #6 am: August 28, 2017, 10:52 »
Moin,
Um einen überblick meiner Blutwerte für mich oder auch für die Meds zu haben speichere ich alle erhobene Werte und setzte sie in Beziehung zu den Ref-Werten.


Wie bekannt haben leider die Labore unterschiedliche Referenzen und diese dann wieder in eine Aussagefähige Beziehung zu bringen ist mir bisher noch nicht gelungen.
Es müssen wohl Tabellen für jedes Labor, das abweichende Referenzen hat. angelegt werden um Aussagefähige Informationen zu erhalten.

MlG

Hinerk

Sollte jemand einen Vorschlag, der das ganze vereinfacht. haben dann bitte her damit.
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Offline Joerg Moeller

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #7 am: August 28, 2017, 11:22 »
Ich verwalte das mit SiDiary in Verbindung mit dem Tool 'Laborreport'.

Die Werte gebe ich in SiDiary ein. Dort kann man entweder den in der Definition des Laborparameters hinterlegten Referenzbereich übernehmen, oder - wenn man nur ausnahmsweise mal bei einem anderen Labor war - bei der Eingabe den Referenzbereich anpassen.

Für die Auswertung nehme ich dann 'Laborreport'.
In der Listen- und Tabellenansicht sehe ich auch den dazugehörigen Referenzsbereich:



Und in der Entwicklungsansicht, wie sich ein Parameter im Laufe der Zeit entwickelt hat:



Diese Entwicklungsansicht ist auch die, die in Praxen/Kliniken verwendet wird. Kann man in etwa vergleichen mit einem Diabetestagebuch, wenn da nur ein Wert oder mehrere Werte drin stehen.

Viele Grüße,
Jörg

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Offline Hinerk

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #8 am: August 28, 2017, 11:40 »
Moin,
SIDiary hat ein aussagekräftiges Tool für die Verwaltung der Blutwerte.
Leider haben aber der Hausarzt, der Diabetologe und das KH für Gefässchirugie unterschiedliche Labore und auch andere Referenzen wie kann ich diese Unterschiede in die Entwicklungsansicht eingepflegen, damit ein zeitlich längerer  Überblick möglich wird

MlG

Hinerk
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Offline Kladie

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Re: Blutwerte verwalten
« Antwort #9 am: August 28, 2017, 17:11 »
Hallo Hinerk,

deine Fragen sind echt schwer zu beantworten.

Es ist genau wie bei den Blutmessungen mit unterschiedlichen Meßgeräten und Meßmethoden. So etwas kann man nicht vereinheitlichen bzw. die Ergebnisse in Zusammenhang bringen. Siehe hier: https://www.derwesten.de/gesundheit/blutbild-am-besten-immer-im-selben-labor-erstellen-lassen-id9104558.html

Wenn du zu einem Zeitpunkt mehrere Blutproben bei dir entnimmst und alle an unterschiedliche Labore schickst, werden trotzdem z. T. bei verschiedenen Werten unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Unterschiedliche Labore arbeiten evtl mit unterschiedlichen Analyseverfahren und Umrechnungsmethoden. Da sind Abweichungen was ganz normales
Was willst du dann womit in Beziehung bringen? Schon unterschiedliche Temperaturen beim Transport können Differenzen verursachen (Sommer/Winter) Es gibt ja auch keinen bestimmten Referenzwert sondern immer nur Referenzbereiche. Das Alter des Patienten verändert schon die Referenzwerte. Siehe: http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/institute/klinische-chemie/home/praeanalytik/untersuchungen-leistungsverzeichnis/efg/erythrozyten.html
Wir sollten aus der Vergangenheit lernen
und in der Zukunft alles ausprobieren.

 

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