Autor Thema: NovoPen Echo  (Gelesen 533 mal)

Offline Oggy

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #10 am: April 06, 2017, 07:40 »
Moin
Seltsam, dass ich das jetzt sehe….
Ist mir innerhalb von 3 Jahren bei 2 Pens passiert (4er Serie - aber die Teile sind absolut die selben)
Und zwar absolut exakt an der selben Stelle
Außerhalb der Gewährleistung tut Novo aber nichts - ich wolle nur die schwarze Plastikhülse als Ersatzteil - Nope :boese:
Gruß Oggy  DM 3c, HbA1c 5,9

Offline Gyuri

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #11 am: April 06, 2017, 14:36 »
Was meinst Du mit "Verbindung gestreckt", Gyuri?

(…)
Ein Gewinde wird "normal" immer eher axial belastet.
Besteht die Verbindung aus mehreren Gängen, werden die Windungen aufgrund von Spiel in den Flanken nicht ganz gleichmäßig gedehnt und der "Kraftfluss" sucht sich den leichtesten Weg und bestimmt dann den Ort mit dem Übergang von der elastischen zur plastischen Verformung. Das Gewinde (oder auch das Bajonett) beginnt sich zu zerstören weil plastische Verformung nicht rückgängig gemacht werden kann.
Beim Fallen lassen kann eine Knickstelle an einer ungünstigen Stelle auch zum Bruch führen.

So dünnwandige Kunststoffdinger können auch Spritzfehler haben (da gäbe es mehrere Möglichkeiten - glaubt da bitte einem gelernten Werkzeugmacher) die man mit blosem Auge oft nur schwer findet. Wenn die Ummantelung dazu noch aus einer Mehrfachform kommt oder gar von verschiedenen Herstellern, ist die "nestgebundene" Fehlersuche im Nachhinein schwierig. Da stellen sich dann die verantwortlichen "Qualitäts-Fuzzies" lieber etwas dumm und behaupten einfach, es käme von unsachgemäßer Behandlung. So ein Austauch eines Bauteils auf Kullanz wäre aber auf dem "kleinen Dienstweg" normal kein Problem - denke ich.  :zwinker:
Gruß vom Gyuri
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Offline manwe

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #12 am: April 06, 2017, 16:53 »
Vielen Dank Gyuri  :super:

Da kennt sich jemand aus, sehr gut erklärt. Während dem Lesen dachte ich mir: Was um Himmels Willen macht der gute Gyuri beruflich, dass der das so plastisch mit Fachausdrücken erklären kann ... bis ich Werkzeugmacher gelesen habe. Da war's mir dann klar  ;D.

 :prost:
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Offline Gyuri

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #13 am: April 06, 2017, 22:37 »
Ich habe mich nach der Lehre bald auf Messtechnik spezialisiert (u.a. führte ich auch Fehleranalysen durch) und hatte so "nebenbei" auch etwas mit Qualitätssicherung zu tun.

Aber jetzt!
Bei uns sagt man immer: " 's Haus verliert nix.:super:
Ich habe den kompletten Penbestand meiner Frau und von mir nach dem gebrochenen Teil gesucht und bin erst beim letzten Pen (von ca. 20) fündig geworden.

Zunächst fand ich an einer gelben Hülle eines Novo3 einen leichten Verschleiß des Innengewindes. (links)
Das metallische Außengewinde schnitt sich in den Kunststoff und weitete mit jedem kräftigen Anzug das Kunststoffgewinde auf. Die Korrosion drang hier sichtbar in die Flanken ein. Wäre der Pen nicht vorher schon ersetzt worden, wäre irgendwann das Innengewinde kaputt gegangen.

Rechts sehen wir die Folgen von meinem Versuch, wirklich DAS LETZTE aus den Patronen zu pressen. Irgendwann geht dann zuerst ein Kunststoffteil drauf, aber eher vom Strecken als vom Stauchen.  Der Bayonettverschluss des Novo4 hat über Hebelkräfte an der dünnwandigen Hülse gezogen. Der gerade Riss deutet darauf hin, das eine Formtrennung das "schwächste Glied" war ( = etwas komplizierte Konstruktion damit das fertige Teil aus der Form raus kommt).
Die Hülse vom Novo4 ist übrigens voll kompabeatle  :zwinker: zu Novo5 und vielleicht auch zu anderen Pens. Es sollte keine großen Probleme bereiten, so ein Teil irgendwo aufzutreiben.
Gruß vom Gyuri
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Offline Oggy

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #14 am: April 07, 2017, 10:03 »
Es sollte keine großen Probleme bereiten, so ein Teil irgendwo aufzutreiben.

Ums aufzugreifen:
Wer so ein schwarze Teil von nem alten 4er oder 5er intakt rumliegen hat - bitte melden :D
Gruß Oggy  DM 3c, HbA1c 5,9

 

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