Autor Thema: NovoPen Echo  (Gelesen 1755 mal)

Offline Oggy

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #10 am: April 06, 2017, 07:40 »
Moin
Seltsam, dass ich das jetzt sehe….
Ist mir innerhalb von 3 Jahren bei 2 Pens passiert (4er Serie - aber die Teile sind absolut die selben)
Und zwar absolut exakt an der selben Stelle
Außerhalb der Gewährleistung tut Novo aber nichts - ich wolle nur die schwarze Plastikhülse als Ersatzteil - Nope :boese:
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Offline Gyuri

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #11 am: April 06, 2017, 14:36 »
Was meinst Du mit "Verbindung gestreckt", Gyuri?

(…)
Ein Gewinde wird "normal" immer eher axial belastet.
Besteht die Verbindung aus mehreren Gängen, werden die Windungen aufgrund von Spiel in den Flanken nicht ganz gleichmäßig gedehnt und der "Kraftfluss" sucht sich den leichtesten Weg und bestimmt dann den Ort mit dem Übergang von der elastischen zur plastischen Verformung. Das Gewinde (oder auch das Bajonett) beginnt sich zu zerstören weil plastische Verformung nicht rückgängig gemacht werden kann.
Beim Fallen lassen kann eine Knickstelle an einer ungünstigen Stelle auch zum Bruch führen.

So dünnwandige Kunststoffdinger können auch Spritzfehler haben (da gäbe es mehrere Möglichkeiten - glaubt da bitte einem gelernten Werkzeugmacher) die man mit blosem Auge oft nur schwer findet. Wenn die Ummantelung dazu noch aus einer Mehrfachform kommt oder gar von verschiedenen Herstellern, ist die "nestgebundene" Fehlersuche im Nachhinein schwierig. Da stellen sich dann die verantwortlichen "Qualitäts-Fuzzies" lieber etwas dumm und behaupten einfach, es käme von unsachgemäßer Behandlung. So ein Austauch eines Bauteils auf Kullanz wäre aber auf dem "kleinen Dienstweg" normal kein Problem - denke ich.  :zwinker:
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Offline manwe

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #12 am: April 06, 2017, 16:53 »
Vielen Dank Gyuri  :super:

Da kennt sich jemand aus, sehr gut erklärt. Während dem Lesen dachte ich mir: Was um Himmels Willen macht der gute Gyuri beruflich, dass der das so plastisch mit Fachausdrücken erklären kann ... bis ich Werkzeugmacher gelesen habe. Da war's mir dann klar  ;D.

 :prost:
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Offline Gyuri

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #13 am: April 06, 2017, 22:37 »
Ich habe mich nach der Lehre bald auf Messtechnik spezialisiert (u.a. führte ich auch Fehleranalysen durch) und hatte so "nebenbei" auch etwas mit Qualitätssicherung zu tun.

Aber jetzt!
Bei uns sagt man immer: " 's Haus verliert nix.:super:
Ich habe den kompletten Penbestand meiner Frau und von mir nach dem gebrochenen Teil gesucht und bin erst beim letzten Pen (von ca. 20) fündig geworden.

Zunächst fand ich an einer gelben Hülle eines Novo3 einen leichten Verschleiß des Innengewindes. (links)
Das metallische Außengewinde schnitt sich in den Kunststoff und weitete mit jedem kräftigen Anzug das Kunststoffgewinde auf. Die Korrosion drang hier sichtbar in die Flanken ein. Wäre der Pen nicht vorher schon ersetzt worden, wäre irgendwann das Innengewinde kaputt gegangen.

Rechts sehen wir die Folgen von meinem Versuch, wirklich DAS LETZTE aus den Patronen zu pressen. Irgendwann geht dann zuerst ein Kunststoffteil drauf, aber eher vom Strecken als vom Stauchen.  Der Bayonettverschluss des Novo4 hat über Hebelkräfte an der dünnwandigen Hülse gezogen. Der gerade Riss deutet darauf hin, das eine Formtrennung das "schwächste Glied" war ( = etwas komplizierte Konstruktion damit das fertige Teil aus der Form raus kommt).
Die Hülse vom Novo4 ist übrigens voll kompabeatle  :zwinker: zu Novo5 und vielleicht auch zu anderen Pens. Es sollte keine großen Probleme bereiten, so ein Teil irgendwo aufzutreiben.
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Re: NovoPen Echo
« Antwort #14 am: April 07, 2017, 10:03 »
Es sollte keine großen Probleme bereiten, so ein Teil irgendwo aufzutreiben.

Ums aufzugreifen:
Wer so ein schwarze Teil von nem alten 4er oder 5er intakt rumliegen hat - bitte melden :D
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Offline manwe

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #15 am: Juli 12, 2017, 07:37 »
Grüß Euch,

ich denke mal, das Rätsel ist gelöst, nachdem beide Pens, bei denen die Halterung für die Insulinpatrone gebrochen ist, auf der Liste standen, die von NovoNordisk zurückgerufen wurden. War dann wohl doch ein Materialfehler. Ich habe in der Zwischenzeit Ersatz erhalten und die kaputten Patronenhalterungen retour (bzw. nach Dänemark) geschickt. Ging problemlos und ratzfatz.

LG
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Offline Gyuri

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Re: NovoPen Echo
« Antwort #16 am: Juli 12, 2017, 10:57 »
Uns ist neulich ebenfalls so ein Teil am Novo5 kaputt gegangen  :rotwerd:
Wir waren im Urlaub und hatten so keinen Zugriff auf Ersatz. Aber ich hatte noch einen alten Novo3 dabei und so konnten wir weiter das Fiasp spritzen.
Es war nur etwas ungewohnt weil der 3er noch etwas umständlich zu bedienen war und weil man dort die eingestellten IE nur ganz schlecht ablesen kann.

Was vielleicht noch interessant erscheint: Die Bruchstelle sah dieses Mal etwas anders aus (hab jetzt kein Foto) und Teile vom Gewinde verblieben im Pen, sodass (zuhause angekommen) ein Austausch erst nicht möglich war. Mit einer dünnen Nähnadel fummelte ich das abgebrochene Teil dann wieder raus.

Wenn es da tatsächlich eine Austauschaktion von NovoNordisk gibt  :gruebeln: sollten wir tätig werden. Mein Vorrat an Ersatzteilen geht jetzt zur Neige.
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Re: NovoPen Echo
« Antwort #17 am: Juli 13, 2017, 13:27 »
Kann es sein, dass Novonordisk hier mit liest?  :zwinker:

Kurz vor dem Mittagessen bekam ich (bzw. meine Frau) einen Anruf von unserer Apotheke. Novonordisk hätte so etwas ähnliches wie eine Rückrufaktion gestartet. Es werden nun alle Novo 5 Nutzer befragt, ob sie (die bekannten) Probleme mit den Patronenhülsen hätten und vorsorglich würden auch bestimmte Lose ausgetauscht werden.
Ich teilte mit, dass ich unsere zerstörte Hülse bereits durch eine von einem alten Novo4 ersetzt habe, aber schon auch eine neue Hülse bräuchte, weil ich den alten Novo4 schon weiter als Not-Pen nutzen will. Da im Moment nur meine Frau mit Novo-Insulin arbeitet, kann zwar sonst keiner den Novo5 sonst nutzen, aber das könnte sich auch wieder ändern. Ich verwende jetzt nur noch TactiPen … und für Apidra auch noch Einwegpens, weil es dazu passend die "Timesulin-Kappe" gibt, die zwar nicht viel taugt, aber meiner Vergesslichkeit doch etwas auf die Sprünge hilft.  :greis:



Es würde Zeit werden, wieder so einen unschlagbar praktischen Innovo Pen auf dem Markt zu finden. Da kann der Novo5 nicht mithalten.  :dafuer:
Nur durch Insulin sollte er sich nicht auflösen…  :moser:
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